Die Unique Collection

Mit der Maki-e Unique Collection 2012 gibt Pelikan erstmalig allen Sammlern weltweit die Gelegenheit, Maki-e Unikate zu ersteigern. Liebhaber und Sammler haben die Wahl zwischen elf Maki-e Füllhaltern und einem Set bestehend aus 4 Füllhaltern. Jeder Füllhalter besticht durch sein individuelles, einzigartiges Design. Die Maki-e Unique Füllhalter sind Unikate, die von renommierten Maki-e Künstlern in Japan erschaffen wurden. Pelikan garantiert, dass diese konkreten Füllhalter niemals Teil einer Pelikan-Kollektion waren oder sein werden. Zum Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Unique Collection trägt jeder Füllhalter das rote „Kao“-Zeichen unterhalb der Signatur des Künstlers.

Detailbilder und weitere Informationen über die fünfzehn einzigartigen Füllhalter und die hochwertigen Maki-e Techniken, mit denen sie geschaffen wurden, finden Sie auf der Auktions-Internetseite (in Englisch): www.pelikan.com/auction.

Maki-e Unique Collection

 

Interview mit Yamazaki Mushu,
Lead Artist für die Maki-e Füllhalter von Pelikan

Wann haben Sie angefangen, die Maki-e Technik zu erlernen?

Als ich 18 Jahre alt war, habe ich fünf Jahre lang für einen anderen Maki-e Künstler gearbeitet, um die Kunst der Maki-e Technik zu erlernen. Danach habe ich mich selbstständig gemacht. Ich bin nun seit insgesamt 28 Jahren Maki-e Künstler.

Haben Sie die Füllhalter-Motive selbst ausgewählt? Wenn ja, können Sie uns erzählen, wie Ihre Ideen entstehen?

Mit einigen Ausnahmen, wenn ein Kunde nach einem bestimmten Motiv anfragt, entwickle ich immer die Ideen selbst. Ich skizziere, besuche Bibliotheken und Kunstmuseen. Ziemlich häufig entstehen gute Ideen, wenn ich mich in einem Kaufhaus befinde und die verschiedensten Produkte betrachte.

Aus welchem Grund haben Sie sich ursprünglich entschieden, ein Maki-e Künstler zu werden?

Mein Vater war ein bedeutender Maki-e Künstler, der mich sehr stark beeinflusst hat. Also wollte ich selbstverständlich so sein wie er.

Ist die Ausübung der Maki-e Kunst ein Vollzeitjob für Sie?

Ja, es ist gänzlich eine Vollzeitbeschäftigung.

Was mögen Sie an Ihrer Arbeit am meisten?

Die Ausdrucksform und Realisation meiner Selbst durch die Maki-e Kunst.

Wie viel Zeit beansprucht die Erstellung eines Maki-e Füllhalters?

In der Regel brauche ich zwei bis drei Stunden, um ein besonderen Füllhalter zu bemalen. Es hat beispielsweise dreieinhalb Monate gedauert um „Byakko White Tiger“ inklusiv der Trocknungszeit des Urushi Lackes, zu fertigen. Für die anderen Modelle variierte die Fertigungszeit zwischen einem und zweieinhalb Monaten.

Gibt es irgendetwas, was Sie an Ihrer Arbeit nicht mögen?

Es ist durchaus anspruchsvoll, die vielen Schichten zu wiederholen, die das Zeichnen und Polieren umfasst, welche nicht auf der Oberfläche des Maki-e Füllhalters zu sehen sind.

Welche Produkte dekorieren Sie neben den Füllhaltern?

Ich zeichne Maki-e auf Tee Zubehör, Inro (Siegel bzw. Medizinbehältnis der Samurais), Netsume (kleine geschnitzte Figuren zur Befestigung z. B eines Inro), Uhren und weitere Dinge.

Welches Produkt gefällt Ihnen am meisten, welches Sie jemals veredelt haben?

Unter den Maki-e Füllhaltern mag ich „Byakko (White Tiger)“ und „Samurai“ am liebsten, weil die verwendeten Maki-e Techniken, die bei diesen Schreibgeräten angewandt wurden, sehr speziell sind und sehr guten Maki-e Meistern bedarf. Ich mag aber auch „Soshun“ („early spring“). „Soshun“ ist eine Teedose, die jetzt im Harvard Kunstmuseum ausgestellt wird.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit wenn Sie nicht malen?

Mein Hobby ist Angeln, weil ich mich dabei sehr gut entspannen kann. Ich sammle auch noch traditionelle Gläser für japanischen Wein.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben, Herr Yamazaki!

Alle Informationen zur Auktion finden Sie unter www.pelikan.com/auction
Einen Film, der Herrn Yamazaki bei der Arbeit zeigt, sehen Sie unter www.pelikan.com/movie

Über Yamazaki Mushu

1966: Geboren als ältester Sohn des Maki-e Künstlers Geishu Yamazaki.

1985: Ausgebildet vom Kaga-style maki-e Meister Shozo Nakamura.

1990: Gang in die Selbstständigkeit und Gründung des eigenen Ateliers unter dem Künstlernamen Mushū.

2004: Ausgeschlossen aus der Japan Art Crafts Association (Nihon Kogeikai).

2005: Ausstellung von Yamanaka Urushiware und Maki-e, erhält zahlreiche Auszeichnungen.

2006-2009: Ausstellung auf der internationalen, asiatischen Kunstmesse.

2007: Zusammenarbeit mit dem innovativen Uhrmacher Peter Speak-Marin und Ausstellung auf der Basel World. Weitere Ausstellung im Genuine Japan (New York) und Vorführungen im Kunst und Design Museum in New York folgten.

2008: Ausstellung und Vorführung im M&R Salon de Montres (Ginza, Tokio).

2010: Erhält die Traditional Craft Incentive Auszeichnung in Ishikawa.