Pelikan beabsichtigt die Übernahme von Herlitz
Pelikan International Corporation Berhad beabsichtigt Übernahme der Mehrheitsbeteiligung
an der Herlitz AG
Beabsichtigter Kauf umfasst auch das Logistikzentrum Falkensee bei Berlin
Pelikan International Corporation Berhad („Pelikan“, Bloomberg: PELI:MK, Reuters:
PELK.KL) hat am 09.11.2009 die beabsichtigte Übernahme von 66% der Aktien der Herlitz
AG („Herlitz“, Bloomberg: HEZ: GR, Reuters: HEZG.F) bekanntgegeben. Der Kauf schließt
auch das Berliner Logistikzentrum Falkensee und damit verbundene Aktiva ein. Vereinbart
wurde ein Kaufpreis in Höhe von EUR 45,0 Mio.
Pelikan International Corporation Berhad ist die Holding-Gesellschaft der Pelikan-Gruppe
mit Sitz in Kuala Lumpur, Malaysia. Als Muttergesellschaft vereint die Pelikan International
Corporation Berhad derzeit insbesondere die Pelikan Holding AG und die Pelikan Hardcopy
Holding AG in der Pelikan-Gruppe. Durch den beabsichtigten Kauf der Herlitz AG kommt
diese als dritte Säule hinzu.
Herlitz, 1904 gegründet und an der Frankfurter Börse notiert, ist heute einer der
führenden Hersteller und Vertreiber von Papier-, Büro- und Schreibwaren (PBS) sowie
Papeterie-Artikeln in Europa. Vor allem in den Märkten Deutschland und Osteuropa,
einschließlich Tschechien, Polen, Rumänien und Ungarn besitzt Herlitz eine starke
Marktposition. Vermarktet werden die Produkte unter den bekannten Markennamen „Herlitz“,
„Falken“ und „Susy-Card“.
Herlitz verfügt bei einem Umsatz von über EUR 300 Mio. p.a. über eine breite Produktpalette,
die von Schreibgeräten, Ordner- und Archivierungs-Produkten, Klebstoffen über Versandmittel,
Druckerpapiere, Schulverbrauchmaterialien sowie Büromaterialien und Papierservietten
bis hin zu Grußkarten und Papeterie-Geschenkartikeln reicht. Im Bereich der Archivierungsprodukte,
einer Produktkategorie, die nicht im Pelikan Sortiment vorhanden ist, stellt Herlitz
derzeit einen der führenden Hersteller in Europa dar.
Der beabsichtigte Erwerb von Herlitz bedeutet für die Pelikan-Gruppe nicht nur eine
noch umfassendere Produktpalette, sondern auch die Stärkung der Position als einer
der Top-Markenanbieter für PBS- und Papier-Produkte in Europa.
Neben der geplanten Akquisition der Herlitz AG beabsichtigt Pelikan auch den Erwerb
der Ganymed GmbH sowie der Molkari Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Falkensee
KG. Dies versetzt die Gruppe in die Lage, das Logistikzentrum Falkensee zu kontrollieren.
Das hochmoderne Berliner Logistikzentrum Falkensee wurde auf einer Fläche von 40
ha errichtet und 1994 fertiggestellt. Die Anlage umfasst eine bebaute Fläche von 134.644
m² und verfügt über zwei vollautomatisierte Lager. Zum Kundenkreis zählen namhafte
europäische Lebensmittelketten, Büroprodukte-Distributoren, Katalogversender und Kaufhäuser.
„Dieser Erwerb ist für uns ein entscheidender Schritt nach vorn“, so Loo Hooi Keat,
Präsident und CEO der Pelikan-Gruppe. Die starke Präsenz von Pelikan in Westeuropa
in Verbindung mit starken Position von Herlitz in Osteuropa, ebnen uns den Weg, zu
einem der führenden Unternehmen in Europa zu werden.“
„Das Falkensee Logistikzentrum ist ein wichtiger Faktor dieser geplanten Übernahme.
Die strategisch einmalige Lage bei Berlin, die große Kapazität und die überlegene
Technologie sind wesentliche Erfolgsfaktoren. Wir glauben, dass die Gruppe erhebliche
Vorteile mit diesem Lager erzielen kann, da die Logistikabläufe in Europa entscheidend
verbessert werden können,“ ergänzt Loo Hooi Keat.
Die beabsichtigte Übernahme erfolgt durch den Kauf von 7,2 Millionen Herlitz-Anteilen
von der Stationery Products Sarl, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des
globalen Private Equity-Unternehmens Advent International.
Durch eine Neuausrichtung der Distributionszentren in Europa und durch weltweite
Integration der Produktionsanlagen und zentralisierten Funktionen lassen sich Kosteneinsparungspotentiale
realisieren. „Mit dem beabsichtigten Erwerb sind wir einer der starken Anbieter für
PBS- und Papier-Produkte in Europa. Dies schafft uns eine gute Ausgangsbasis, um unsere
Position jenseits des europäischen Kontinents zu stärken“, sagte Loo.
Der Kaufpreis von EUR 45,0 Mio. wird aus intern generierten Mitteln sowie Fremdkapital
finanziert.
Detailinformationen zur operationalen Umsetzung erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt.

