Die Geschichte des Schreibens
Hieroglyphen

In einer ausführlichen Anleitung erfahren Sie Interessantes über die alte ägyptische Schrift und wir zeigen Ihnen, wie mit Hieroglyphen geschrieben werden kann.

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Hieroglyphen

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Unterrichtliche Nutzung mit Hieroglyphen, beispielsweise Namen schreiben?


Mit der neuen Pelikan Schriftart Egypt kein Problem!

 
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Aus der Zeit der Könige: Mit Hieroglyphen verziertes Wandrelief in der Tempelanlage von Karnak, Luxor, Ägypten.

Untersuchungen haben ergeben, dass im alten Ägypten relativ wenige Menschen schreiben und lesen konnten. Bei ihnen handelte es sich vorwiegend um Beamte, die als sog. Schreiber hauptamtlich in der Verwaltung arbeiteten, aber auch beispielsweise für Analphabeten Urkunden ausstellten. Hieroglyphen gelten inzwischen als die älteste menschliche Schrift, aber sie haben auch nach fast 3.500 Jahren nichts von ihrer magischen Anziehungskraft und ihrer geheimnisvollen Wirkung verloren. Trotz der starken Bildhaftigkeit der einzelnen Zeichen gelten Hieroglyphen nicht als reine Bilderschrift. Bis heute faszinieren uns die Schriftzeichen der alten Ägypter. Allerdings mussten sich die Menschen damals vielmehr Zeichen merken, als wir heute die 26 Buchstaben unseres Alphabetes. Auch wenn sie niemand genau gezählt hat, scheint es insgesamt mehr als 700 Hieroglyphen zu geben. Dabei kann die Bedeutung in zahlreichen Büchern nachgeschlagen werden.

 
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Hieroglyphen überall: Sowohl die Sockel der „Wächter“ vor der Tempelanlage von Karnak als auch die Obelisken sind mit ihnen verziert.

Für eine unterrichtliche Nutzung der Hieroglyphen bietet sich für Kinder die Pelikan Hieroglyphenschrift „Egypt“ an, auch wenn es ursprünglich kein ägyptisches Alphabet gab. Mit unseren Schriftzeichen können Kinder eigene Wörter schreiben und andere entschlüsseln. Die Hieroglyphen eignen sich auch sehr schön zum Schreiben von Namen. Werden darüber hinaus noch einige Regeln beachtet, lassen sich vielleicht sogar alte ägyptische Inschriften entziffern, da sich die Bedeutung unserer Hieroglyphen an der allgemeinen Literatur orientiert. Da die Ägypter für die Buchstaben E, Qu, V, X, Y keine Zeichen verwendeten, sind sie in unserer Schrift als Pelikan-Hieroglyphen vorhanden! Die Pelikan Schriftart Egypt enthält folgende alphabetische Zeichen:

n. v.: nicht vorhanden, s. Text
 

Besonderheiten der Hieroglyphen

Konsonanten statt Vokale
In den Hieroglyphen finden sich keine Vokale, sondern nur Konsonanten. Für die Ägyptologen war es deshalb schwierig herauszufinden, wie einzelne Wörter ohne Vokale ausgesprochen wurden. So wurde von ihnen vereinbart, bestimmte Konsonanten als nahestehende Vokale auszusprechen. Die einzige Ausnahme bildet aber der Buchstabe „e“, der grundsätzlich von den Ägyptern zwischen die Konsonanten eingefügt wurde, um die Wörter beim Sprechen zu vokalisieren. In der Pelikan Eypt-Schriftart finden sich, mit Ausnahme des Buchstaben e, alle Vokale. Insgesamt sollte beachtet werden, dass sich die Hieroglyphen nicht einfach Buchstabe für Buchstabe in unsere Sprache übertragen lassen. Dafür unterscheiden sich unsere und die ägyptische Sprache zu sehr und so gibt es Laute, die in der deutschen Sprache nicht existieren.

Männer- und Frauennamen
Einzelne Hieroglyphen geben dem Geschriebenen aufgrund ihrer Abbildung eine besondere Bedeutung. So steht das Zeichen des sitzenden Mannes (Schriftart Egypt: eckige Klammern) für einen männlichen Namen, die weibliche sitzende Hieroglyphe (runde Klammern) weist auf einen Frauennamen hin. Königsnamen werden beispielsweise immer in eine sog. Kartusche geschrieben.

Anordnung der Hieroglyphen
Die Ägypter achteten beim Schreiben mehr auf Ästhetik als auf eine richtige Anordnung der einzelnen Zeichen. So ergaben sich für dasselbe Wort unterschiedliche Schreibweisen, da Hieroglyphen nicht nur gedreht, sondern auch verkleinert oder vergrößert wurden. Außerdem konnten Wörter mal waagerecht und mal senkrecht angeordnet werden. Allerdings wurden die Hieroglyphen niemals von unten nach oben gelesen.

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Der Name „Charlotte“ in der Pelikan Egypt Schriftart…
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und in der Anordnung im Sinne der alten Ägypter. (Vergrößerung einzelner Hieroglyphen und neue Anordnung)

Blickrichtung der Hieroglyphen
Die Richtung, in die die Hieroglyphen schauen, ist unterschiedlich. So gucken die Zeichen für Mann und Frau grundsätzlich in Richtung Textanfang. Die Inschriften von Türen sind beispielsweise so angeordnet, dass sie immer zum Leser schauen – so wenden sie ihm nicht unhöflich den Rücken zu. Auch Sie können unsere Schriftzeichen entweder nach rechts oder links blicken lassen, indem Sie bei der Pelikan Schriftart Egypt einfach die Umschalt-Taste (Großschreibung) betätigen.

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Die Hieroglyphe Frau als Zeichen für einen Mädchennamen blickt zum Wortanfang von „Charlotte“

Ansonsten können Sie die Pelikan Schriftart Egypt wie jede normale andere Schriftart nutzen, da alle Hieroglyphen, außer den o.g. Ausnahmen, einer Taste auf der Tastatur entsprechen.

Tutanchamun: Foto Replikat
Einfache Textgestaltung: Pelikan Schriftart Egypt.

Eine umfangreichere Gestaltung ist mit der Pelikan Schriftart Egypt möglich, allerdings nur mit einem zusätzlichen Grafikprogramm.

Quellen: Zauzich, K.-T. (2000): Hieroglyphen ohne Geheimnis.

www.hieroglyphen.de

www.wikipedia.de