Klebe-Technik
Rennauto mit Luftballonmotor

In unserer Serie "Klebe-Technik" bieten wir Ihnen technisch orientierte Bastelvorschläge an. Die Schwerpunkte dabei bilden die Themen "alternative Motoren" und "Energie". In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen einen Rennwagen mit einem Luftballon-Motor vor.

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Rennauto mit Luftballonmotor

In unserer Serie "Klebe-Technik" bieten wir Ihnen technisch orientierte Bastelvorschläge an. Die Schwerpunkte dabei bilden die Themen "alternative Motoren" und "Energie". Die Schüler sollen beim Bauen neue Erfahrungen sammeln und dabei technische Kenntnisse, wie z. B. Stabilität, Festigkeit, Tragfähigkeit, Antrieb, Energieerzeugung und -nutzung erwerben.
Als Bastelmaterialien können Sie z. B Korken, Kunststoff-Filmdosen, Holzstäbe und Strohhalme verwenden. Für einen sicheren Halt des Werkstücks ist der Klebstoff von entscheidender Bedeutung. Hierfür empfehlen wir Ihnen Alleskleber. Das Besondere daran: die verschiedensten Materialien lassen sich mit Alleskleber sauber, kraftvoll und schnell zusammenkleben. Abgerundet wird diese Serie mit unseren bewährten und einfachen Downloadvorlagen, die sich sofort im Unterricht einsetzen lassen.


In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen einen Rennwagen mit einem Luftballon-Motor vor. Angetrieben durch das Element "Luft" erreicht das Modell eine mögliche Spitzengeschwindigkeit von bis zu 6 Km/h.

Funktionsweise

Zuerst wird der Luftballon aufgeblasen. Der Rennwagen wird vom Windstoß des Luftballons angetrieben. Der Luftausstoß (Impulskraft) des Ballons bewirkt einen ebenso starken Druck in der Gegenrichtung. Dadurch wird der Wagen angetrieben.


Aufgepustet wird der Luftballon an der Öffnung der Filmdose (blauer Pfeil). Der Luftballon-Motor treibt den Rennwagen durch seinen Luftausstoß an.

Für den Luftballon-Rennwagen wird folgendes Material benötigt:
Downloadvorlage des Fahrzeuges, 1 Luftballon, 1 Korken, 1 dünner Strohhalm (Trinkpäckchen), 1 Filmdose aus Kunststoff, Holzstäbchen (Schaschlikspieß), Schere, Messer und Alleskleber, Bohrmaschine mit 10 mm Bohrer (nur mit Erwachsenen durchführen).

Und so geht's:

Von der leeren Filmdose wird eine etwa 2 cm lange und 1,5 cm breite Öffnung an der Längsseite herausgeschnitten. Die schmale Seite, die zum Boden der Filmdose weist, sollte etwas abgerundet sein. Scharfe Kanten und spitzen Ecken sollten vermieden werden.
In den unteren Teil der Dose werden je zwei Löcher gebohrt, durch die später stramm-sitzend zwei Strohhalme gesteckt werden. Der eine dient als Achse, der andere fixiert den Motor. Die Löcher sollten etwa 2,5 cm voneinander entfernt sein.
 
In die obere Öffnung der Filmdose wird anschließend der Luftballon gesteckt. Damit der Ballon beim Aufblasen nicht platzt, ist es wichtig, dass keine spitzen Kanten am Rand vorhanden sind.
 
In den Deckel der Dose wird in der Mitte ein Loch von ca. 1 cm Durchmesser (mit der Bohrmaschine) gebohrt.
 
Das Luftballonende dann so durch den aufgeschnittenen Deckel ziehen, dass das Ende um den Deckel geschlagen werden kann.
 

Jetzt muss der Deckel wieder auf die Dose gesteckt werden. Damit klemmt die Dose den Luftballon ein und kann beim Aufblasen nicht mehr aus dem Deckel rutschen.
Der "Motor" ist nun fertig.

 
Als Räder für das Auto kann ein Flaschenkorken in 4 gleichgroße Scheiben geschnitten werden.
 
Nun wird das "Chassis" gebaut, das ist die tragende Hülle für den Motor und die Räder.
Dazu verwenden wir die Downloadvorlage, die wir auf Karton oder Pappe übertragen und ausschneiden. An den Knickkanten werden die entsprechenden Flächen gefaltet und mit dem Alleskleber verklebt. Die Löcher nur so groß bohren, dass der Strohhalm gerade durch passt und nicht wackeln kann.
 
Die ca. 4 cm langen Strohhalmstücke werden nun in die Löcher gesteckt. Der "Motor" wird in die Pappmulde gelegt, durch die Strohhalme in der Pappe fixiert und mit dem Alleskleber an dem Chassis festgeklebt.
 
Damit sich die Räder gut und leicht drehen, werden diese auf die Holzstäbe gesteckt. Danach werden die Stangen so eingepasst, dass sich die Räder leicht drehen. Zum Schluss werden die Korkscheiben mit dem Alleskleber an die Holzstäbe geklebt.
 
So sieht der Rennwagen fertig aus. Der Luftballon wird aufgepustet und das Rennauto auf eine glatte Fläche gestellt, losgelassen und schon saust er davon.
Das Rennauto kann jetzt noch weiter verkleidet und angemalt werden, so dass man später ein richtiges Autorennen veranstalten kann.