Diorama: Polarzone – kleine Robbenkolonie

Kleine Robbenkolonie am Wasserloch, im Hintergrund warten hungrige Eisbären. Drüber hinaus können sich die Schüler auch mit typischen Tieren aus der Region beschäftigen.Als kleine Hilfe bieten wir Ihnen Malvorlagen ausgewählter Tiere, die in der jeweiligen Landschaft vorkommen können.

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Weiterführendes Material zu diesem Artikel.

Diorama: Polarzone – kleine Robbenkolonie

Bereits 1822 konstruierte Louis Daguerre das erste DIORAMA der Welt. Damals handelte es sich allerdings um abgedunkelte Schaubühnen, die durch eine transparente Trennung und eine entsprechende Beleuchtung den wechselnden Eindruck von Tageszeiten simulieren konnten. Später wurden Krippendarstellungen ebenfalls als DIORAMA bezeichnet.

Mehr über Louis Daguerre: http://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Daguerre

Heutzutage beschäftigen sich vor allem Modellbauer und Eisenbahnfreunde mit DIORAMEN, also Ausschnitten aus der Wirklichkeit, um ihre Fantasiewelten möglichst realistisch aussehen zu lassen. Auch in der Schule dreht es sich oft um die modellhafte Darstellung von Ausschnitten aus der Wirklichkeit, beispielsweise in der Grundschule beim Thema „Kind und Karte“, bei dem es darum geht, das eigene Klassenzimmer, die Umgebung der Schule, einen Vulkan oder einen Landschaftsausschnitt mit der dazugehörigen Tierwelt nachzubauen.

 

Pelikan Lehrerinfo möchte Sie zu einem DIORAMA ermutigen und Ihnen zeigen, wie einfach und effektvoll sich solche Modelle mit Schülern umsetzen lassen. Dazu orientieren wir uns an den Klimazonen der Erde und stellen Ihnen dafür jeweils einen markanten Landschaftsausschnitt näher vor. Darüber hinaus können sich die Schüler auch mit typischen Tieren aus der Region beschäftigen.

Als kleine Hilfe dafür bieten wir bieten wir Ihnen Malvorlagen ausgewählter Tiere, die in der jeweiligen Landschaft vorkommen können.Denkbar ist es aber auch, mit Pelikan Crealight die Tiere nachzukneten.

 

In dieser Ausgabe:

Die Polarzonen: Kleine Robbenkolonie am Wasserloch, im Hintergrund warten hungrige Eisbären

Klimazoneungefähre Breitengrade Nord/SüdDurchschnittstemperaturen
Polarzonen/kalte ZonenPolarkreisewärmster Monat bis max. 10°C
An den Polen gibt es neben Schnee und Eis auch zahlreiche Gletscher. Unsere Aufnahme zeigt einen Ausschnitt des Stubaier Gletschers in Österreich.

Die Polarzone

Klimazone

Das Vorbild für unsere Modelllandschaft liegt innerhalb des nördlichen Polarkreises. Die Temperaturen steigen dort selbst am wärmsten Tag nicht über 10°C. Neben den kalten Temperaturen sind viel Eis und Schnee kennzeichnend für diese Landschaft. Eine Besonderheit ist außerdem der bis zu einem halben Jahr dauernde Polartag mit seiner Mitternachtssonne am Nordpol und der Polarnacht am Südpol. Jenseits der Baumgrenze kann sich an den Randgebieten der Polarzonen noch eine Tundrenvegetation halten. Nahe der Pole gibt es allerdings keine Pflanzen mehr, so dass die dort lebenden Tiere ausschließlich auf tierische Nahrung angewiesen sind. So ernähren sich die nördlich lebenden Eisbären beispielsweise von Robben, die südlichen lebenden Pinguine von antarktischen Silberfischen.

Pinguine und Eisbären sind an die extremen Temperaturen der Polarzonen perfekt angepasst. Deshalb erhalten Sie diese beiden Tiere als Downloadvorlagen zum Bemalen und Basteln.

Downloadvorlagen: Eisbär und Pinguin
 

Pinguin
Die nur auf der Südhalbkugel vorkommenden Pinguine sind mit ihrem wärmeisolierenden Federkleid perfekt an die extreme Kältezone angepasst. Die flugunfähigen Tiere nutzen ihre Flügel zum schnellen Schwimmen und Tauchen unter Wasser. http://de.wikipedia.org/wiki/Pinguine#Ern.C3.A4hrung

Mit Pelikan Deckfarben gestalteter Pinguin und Eisbär.

Eisbär
Der weiße Eisbär ist eng mit dem Braunbären verwandt. Er wird auch als Polarbär bezeichnet und lebt in den nördlichen Polargebieten der Erde. Aufgrund seiner Größe von bis zu 2,60m bei einem Gewicht von bis zu 800 kg gilt er als das größte an Land lebende Raubtier. Junge Bären werden im Winter zwischen November und Januar in einer Eishöhle geboren. http://de.wikipedia.org/wiki/Eisb%C3%A4r

Beschreibung des DIORAMA

In unserer Eislandschaft friert gerade das letzte Eisloch zu, das den Robben bisher einen Zugang ins Wasser und damit zu ihrer Nahrung ermöglichte. Es ist bitterkalt und die Robbenkolonie hat sich zur Mittagszeit um das Wasserloch versammelt. Eine Robbenmutter kümmert sich auf einer Eisscholle beherzt um ihre Jungen. In sicherer Entfernung ist eine Eisbärenfamilie auf der Suche nach Nahrung. Da sie gerne Robben fressen, sollte sich die Kolonie langsam in Sicherheit bringen. Oder haben die Robben sie schon bemerkt und sind bereit, sofort ins schützende, eiskalte Wasser zu stürzen, um den Bären zu entkommen?

Ein DIORAMA voll trügerischer Ruhe: Noch liegen die Robben faul in der kalten Mittagssonne, als sich von weitem eine Eisbärenfamilie nähert. Alles ist selbstgemacht und lädt zum Spielen ein.

Sie brauchen:
Grundplatte (Länge, Breite ca. 50x50 cm) aus Holz und eine aus Styropor®, Styropor®-Blöcke, Styroporklebstoff und Schneidegerät (oder scharfes Messer), PLAKA Blau und Weiß, Pinsel Größen 5 und 12, Modelleisbären und –pinguine, Bastelklebstoff, Modellgips, Modellwasser (die Materialien erhalten Sie in einem Modellbaugeschäft oder im gut sortierten Fachhandel).

Unterkonstruktion

Als Unterkonstruktion brauchen Sie für dieses DIORAMA nur eine flache Platte mit den Maßen 50x50 cm. Darauf wird eine Styropor®-Platte mit Styropor®-Klebstoff aufgeklebt. Auf diese Platte werden nun verschieden große Styropor®-Blöcke geklebt, so dass eine Landschaft mit unterschiedlich hohen Eisbergen entsteht. Hier sollten Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen!

Von der Seite aus gesehen: So vielfältig können die Styropor®-Blöcke arrangiert werden.

In der Mitte der Landschaft entsteht das Eisloch, um das später die Robben gesetzt werden. Dazu wird in die Grundplatte ein Loch geschnitten. Nun wird das Styropor® ungleichmäßig mit Modellgips bestrichen. Die dann unebene Struktur lässt das Eis und den Schnee später noch realistischer aussehen. Nach dem Trocknen wird die Landschaft mit weißer PLAKA Farbe bemalt. Zwischendurch malen Sie einige wenige Pinselstriche mit blauer PLAKA Farbe und vermischen diese auf dem Untergrund mit der weißen Farbe. So entsteht ein ungleichmäßiger Farbauftrag. Das vorher ausgeschnittene Eisloch wird ebenfalls mit Weiß und Blau angemalt, wobei Sie hier mehr Blau einsetzen sollten, damit das Loch mehr nach Wasser aussieht.

Im Profil wird der Aufbau sehr deutlich: Zuerst wird das Styropor® auf die Grundplatte geklebt, Gips aufgetragen und dieser nach dem Trocknen mit PLAKA angemalt.

Tipp: Um den Eisbergen ein kantiges Aussehen zu geben, können Sie mit dem Messer einfach einige Einschnitte machen. Mit einem speziellen Styropor®- Schneider lässt sich das Material leichter bearbeiten und es hat den Vorteil, dass es nicht so krümelt.

 
 
Polarlandschaft aus der Vogelperspektive. Gut zu erkennen ist in der Mitte das Eisloch.

Zum Schluss wird das Modellwasser in das Eisloch gefüllt (bitte nach Hersteller-Anweisung zubereiten!). In das noch flüssige Modellwasser setzen Sie eine Robbe, damit es später so aussieht, als ob sie gerade aus dem Wasser kriecht.

Wird die Robbe in das flüssige Modellwasser gesetzt, wirkt die Szene gleich noch echter.

Nun können Sie die Tiere in ihre Umgebung einsetzen. Kleben Sie die Eisbären und Robben mit Bastelklebstoff auf dem PLAKA Untergrund gut fest, damit diese beim Transport nicht herunterfallen

 

Impressionen

Im Hintergrund des DIORAMAS ist die Eisbärenfamilie gut zu erkennen. Bei näherer Betrachtung wirkt einer der Bären ganz schön bedrohlich.
Nur der junge Eisbär wirkt noch etwas hilflos und versucht, möglichst schnell der Mutter zu folgen
Eine Robbe hat es sich auf einer Eisscholle bequem gemacht, eine andere lauert am Rand des Eislochs auf Beute.
Auf den ebenen Untergrund kleben Sie ganz einfach eine kleine Styropor®-Platte auf, dann sieht es nach einer Eisscholle aus, auf der die Robben sich ausruhen
Wird das Modell noch effektvoll beleuchtet, scheint eins sicher zu sein: Solche Tieraufnahmen schafft sonst nur ein Profi!