Claude Monet
"The Rocks of Belle-Ile"

Das Ziel dieser Unterrichtseinheit ist die Erforschung der Luft- und Farbperspektive, angeregt durch Monets Bild „The Rocks of Belle-Ile“. Im Kern geht es dabei um die Tiefenwirkung eines Bildes.

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Weiterführendes Material zu diesem Artikel.

K12 - Das Original: Claude Monet - "The Rocks of Belle-Ile"

Das neue Materialpaket Claude Monet: "The Rocks of Belle-Ile" für den Kunstunterricht.


Original Schülerbild

Künstlerisches Malen mit dem Pelikan Deckfarbkasten K12

Mit dieser Ausgabe von Pelikan K12 - Das Original präsentieren wir Ihnen einen exklusiven Unterrichtsvorschlag für die Arbeit mit dem Pelikan Deckfarbkasten. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit des Künstlers Claude Monet.

http://www.kunstkopie.de/a/claude-monet/the-rocks-of-belle-ile-1.html

Sie benötigen:
Deckfarbkasten K12 (hauptsächlich die Farben Schwarz und Deckweiß), Borstenpinsel (Gr. 8-12), Zeichenblock, Schere und Klebstoff.

Ablauf der Unterrichtseinheit Claude Monet: "The Rocks of Belle-Ile"

Das Ziel dieser Unterrichtseinheit ist die Erforschung der Luft- und Farbperspektive, angeregt durch Monets Bild „The Rocks of Belle-Ile“. Im Kern geht es dabei um die Tiefenwirkung eines Bildes. Wie bei Monet deutlich zu sehen ist, nehmen die Kontraste bei der Luftperspektive nach hinten ab und die Helligkeit der Farben nimmt von vorne nach hinten zu. Gleichzeitig führt in Monets Bild der Scharf/Unscharf-Kontrast zu einer erhöhten Tiefenwahrnehmung. Dabei sind im Vordergrund die Konturen, in diesem Fall die raue Felsenklippe, deutlich zu sehen. Nach hinten werden die Konturen schwächer und verstärken so das Raumgefühl. Diese Tiefenwirkung lässt sich auch mit Kindern in den ersten Schuljahren erforschen. Mit welchen einfachen Mitteln dies möglich ist, zeigt die vorliegende Unterrichtseinheit.

So einfach geht es:

 

  1. Laden Sie das Materialpaket „Claude Monet: The Rocks of Belle-Ile“ aus dem Internet herunter.
  2. Drucken Sie die Downloadvorlage aus.


    Die Downloadvorlage „Dreiecke“ kann zum Unterrichtseinstieg genutzt werden.

  3. Luftperspektive:

    Als Gesprächseinstieg kann die Gegenüberstellung der Dreiecksbilder hilfreich sein. Bei beiden Bildern handelt es sich um dieselbe Zusammenstellung von Dreiecken. Allerdings sind im ersten Bild alle Dreiecke schwarz (links) und so ist eine räumliche Perspektive nicht zu erkennen. Nur im zweiten Bild haben die Dreiecke unterschiedliche Grautöne und hinterlassen dabei in der Folge einen räumlichen Eindruck (rechts). Diese Übung können Sie auch mit Ihren Schülern nachmalen oder Sie nutzen zur Demonstration einfach unsere Downloadvorlagen und legen die „Berge“ mit den Dreiecken nach.

  4. Scharf/Unscharf-Kontrast:

    Wie bei Monet, trägt der Scharf/Unscharf-Kontrast zu einer starken räumlichen Wahrnehmung bei. Auch diese „Technik“ kann Kindern auf eine ganz einfache Weise näher gebracht werden. Dafür bietet sich unsere Abbildung „Burg“ an, die nur aus einzelnen Papierstreifen zusammengesetzt ist, die unterschiedlich grau gefärbt sind.


    Downloadvorlage „Burg“

    Deutlich zu sehen sind die scharfen Umrisse der Burg im Vordergrund, im Tal sind noch kleinere Hügel erkennbar, aber im Hintergrund sind die Berge fast eben – dadurch entsteht ein sehr räumlicher Eindruck der Landschaft. Zusätzlich werden die Farben von vorne nach hinten heller und verstärken damit die plastische Wirkung. In unserem Fall lässt sich das Burg-Bild zur besseren Demonstration aus einzelnen Elementen zusammensetzen:


    Das Burg-Bild kann aus einzelnen Bildelementen zusammengesetzt werden, wobei diese vorher mit Deckfarben in unterschiedlichen Grautönen gestaltet werden.
  5. Nach der ganzen Theorie sollen die Kinder natürlich auch an ihren eigenen Bildern arbeiten. Dabei gibt es verschiedene Vorgehensweisen:
    1. Die Kinder gehen experimentell vor und arbeiten zunächst ganz frei mit Schwarz, Deckweiß, ihrem Zeichenblock und einer Schere.
    2. Die Kinder gestalten zuerst einen Hintergrund (leichter Grauton). Nach dem Trocknen malen sie eine weitere Schicht in einem etwas dunkleren Grau auf den Hintergrund, wobei dieser natürlich nicht vollständig überdeckt werden darf.
    3. Ein Nachtbild entsteht, wenn zuerst ein schwarzer Hintergrund gemalt wird und darauf dann aus grau angemaltem oder aus grauem Papier ausgeschnittene Tiere geklebt oder gemalt werden.

      Hier ist der Hintergrund schwarz und im Vordergrund wurden ein Elefant und flache Hügel aufgeklebt.
    4. Alternativ zu Punkt b bemalen die Kinder verschiedene Papierstreifen in unterschiedlichen Grautönen und kleben diese nach dem Trocknen einfach übereinander. Mit Schwarz und Deckweiß lassen sich aus verschiedenen Mischverhältnissen beispielsweise folgende Grautöne ermischen:

Aus Schwarz und Deckweiß lassen sich verschiedene Grautöne ermischen.

 

Tipp: Wichtig ist immer eine klare Aufgabenstellung! Suchen Sie sich daher „Ihren“ Verlauf aus und kombinieren Sie die Materialien nach Belieben.

 

Differenzierungsmöglichkeiten

Zum Stundeneinstieg, als Demonstration oder auch für die Kinder zum Nachlegen, bieten sich Dreiecke an, die entweder selbst hergestellt werden oder als Schablone aus der Downloadvorlage entnommen werden. Alternativ können Sie auch die fertigen grauen Dreiecke nutzen, die wir Ihnen ebenfalls anbieten:


Die Vorlagen für das Dreiecks-Bild müssen einfach nur bemalt oder ausgeschnitten werden.

Auch für den Scharf/Unscharf-Kontrast mittels des Burg-Bildes bieten wir Ihnen verschiedene Versionen an, damit sich die Aufgabe individuell differenzieren lässt. Die erste Vorlage bildet das Gesamtmotiv ab, die zweite nur die Umrisse und die anderen bilden Ausschnitte ab, die individuell genutzt und weiterbearbeitet werden können:


Vorlage 1: Gesamtes Burg-Bild

Vorlage 2: Umrisse des Burg-Bildes

Weitere Vorlagen: Die Einzelteile dienen der Differenzierung. Sie ergeben bemalt alle zusammen das Burg-Bild (siehe Vorlage 1)

Farbige Mischreihe

Eine Grau-Mischreihe bietet, wie wir gesehen haben, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Es ist allerdings auch möglich, den gleichen räumlichen Eindruck statt Grautönen mit einer farbigen Gestaltung zu erzielen. Wie bei Monet können dieselben Techniken angewandt werden: 1. Die Farben werden von vorne nach hinten aufgehellt. 2. Vorne sind die Umrisse schärfer als hinten. Aber auch eine Kombination aus beiden Techniken ist denkbar. In unserem Beispiel haben wir das Burg- Bild einfach in verschiedenen Grün-Tönen (links) und Blautönen (rechts) gestaltet, die räumliche Wirkung ist, wie schon bei der Schwarz-Weiß Version, dieselbe:


Eine räumliche Wirkung lässt sich auch mit Farben erzielen, die von vorne nach hinten aufgehellt werden. Eine zusätzliche Wirkung entfaltet sich durch den Scharf/Unscharf-Kontrast.

Schülerarbeiten als Anschauungsmaterial




Die individuelle Farb- und Formgebung verleiht jedem Bild seinen individuellen Charakter. Deutlich zu sehen ist, dass es nicht vornehmlich um „die richtige“ Gestaltung geht. In den Bildern spiegelt sich die experimentelle Vorgehensweise der Kinder wieder, die Luft- und Farbperspektive im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu erforschen. Bei der Reflexion der Ergebnisse können die gewonnenen Erkenntnisse zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsgegenstand führen.

Claude Monet 1840-1926, Übersicht

  • 1840 Claude Monet wurde am 14. November 1840 in Paris von Louise Justine Aubrée geboren. Sein Vater war der Kolonialwarenhändler Claude Adolphe Monet.
  • 1845 Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage des Vaters zog die Familie nach Le Havre.
  • 1851-1857 Monet besuchte in Le Havre das Gymnasium und begann damals, Karikaturen von Schülern und Lehrer anzufertigen, die er in der ganzen Stadt verkaufte. Seine Karikaturen wurden im ansässigen Schaufenster eines Geschäftes für Rahmen ausgestellt. Dort lernte er auch den Maler Boudin kennen, der im selben Geschäft Seelandschaften ausstellte und Monet den Rat gab, sich nicht mit Karikaturen zu begnügen, sondern Landschaften zu malen
  • 1857 Monets erstes Landschaftsgemälde entsteht und er beschließt, Maler zu werden. Während dieser Zeit tritt Monet in die Malschule Académie Suisse ein, die idealisierende Landschaftsbilder ablehnt und stattdessen den realistischen Stil bevorzugt.
  • 1861 Monet tritt in den Militärdienst ein, erkrankt ein Jahr später aber an Thyphus und kehrt nach Le Havre zurück. Mit seinen späteren Mitstreitern der impressionistischen Gruppe besteht der Alltag darin, durch Ausstellungen Anerkennung im offiziellen Salon von Paris zu erhalten. Aufgrund der finanziellen Not lebt Monet aber mit seiner Familie in Armut.
  • 1879 Monets Frau Camille stirbt. Inzwischen hat sich Monets Malerei zu einer eigenständigen Avantgarde-Kunst entwickelt.
  • 1883 Monet kann inzwischen so gut von seiner Kunst leben, dass er 1883 nach Ginverny zieht und das Haus dort 1890 kauft.
  • 1870-1891 Monet bestückt inzwischen Ausstellungen mit bekannten Bildern, wie beispielsweise Pappeln an der Seine, und wird gefeiert. Um die Jahrhundertwende werden immer mehr Seerosenbilder mit einer japanischen Holzbrücke sein Markenzeichen, die er in seinem Haus in Giverny von seinem Teich im Garten malt.
  • 1916 Monet nimmt sein größtes Werk, das Wandgemälde mit Seerosen, in Angriff. In den 1920-er Jahren verschlechtert sich sein Augenlicht erheblich und er muss sich einigen Operationen unterziehen. Kurz vor seinem Tod schließt Monet sein Seerosenwandgemälde ab. Er gilt heute als der wohl bekannteste Impressionist.
  • 1926 Am 5. Dezember 1926 stirbt Claude Monet.