Georges Seurat
"Ein Sonntag auf Grande Jatte"

Nur mit Punkten Bilder zu malen erscheint zunächst als eine schwierige Aufgabe. Der französische Maler Georges Seurat (1859-1891) schuf mit seinen Pünktchen-Bildern aber sogar eine eigene Kunstrichtung: den Pointillismus.

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K12 - Das Original: Georges Seurat - "Ein Sonntag auf Grande Jatte"


Original Schülerbild

Künstlerisches Malen mit dem Deckfarbkasten K12

Mit dieser Ausgabe von Pelikan K12- Das Original präsentieren wir Ihnen einen exklusiven Unterrichtsvorschlag für die Arbeit mit dem Pelikan Deckfarbkasten. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit des Künstlers Georges Seurat.

Material für diese Unterrichtseinheit:

Deckfarbkasten K12 - das Original, Pelikan Pinsel, Haar- und Borstenpinsel verschiedene Größen, Malblock und Wattestäbchen.


Ein Sonntag auf Grande Jatte
1884-1886

Ablauf der Unterrichtseinheit "Seurat: Ein Sonntag auf Grande Jatte"

Nur mit Punkten Bilder zu malen, erscheint zunächst als eine schwierige Aufgabe. Der französische Maler Georges Seurat (1859-1891) schuf mit seinen Pünktchen-Bildern aber sogar eine eigene Kunstrichtung: den Pointillismus. Bei dieser Maltechnik wirkt der einzelne Farbenpunkt nicht für sich, sondern erst im Zusammenklingen des Ganzen.

Bei entsprechendem Abstand vom Bild schließen sich die Punkte zu farbigen Gegenständen bzw. Raumbildern zusammen. Diese Technik erinnert einerseits an die Art alter Mosaike und stellt andererseits das Prinzip unserer heutigen modernen Druckverfahren dar.

So einfach geht es:

 

  1. Laden Sie das Materialpaket "Seurat: ein Sonntag auf Grande Jatte" aus dem Internet herunter.
  2. Drucken Sie die Bildvorlage aus:
    • Alte Mosaike, Fußbodenmotive
    • Froschauge
    • Zeitungsausschnitt (Farbkontrollpunkte)



    Diese Bilder bieten Gesprächsstoff: Antike Fußböden mit einzelnen bunten Fliesen; ein vergrößertes
    Computerbild aus bunten Pixeln und die Farbkontrollpunkte beim Vier-Farb-Druck einer Zeitung.

 

  1. Regen Sie die Schüler dazu an, herauszufinden, was diese Bilder gemeinsam haben. Folgende Überlegungen könnten hilfreich sein:

    • Ist es das Material? Z.B. Steine, Papier oder Leinwand?
    • Sind es die Farben?
    • Könnten es die Motive sein?
    • Ist es die Art der Herstellung, die Technik?
  2. Haben die Kinder herausgefunden, dass die dargestellten Flächen, Muster oder Gegenstände aus einzelnen Punkten bestehen, kann nun überlegt werden, mit welchen Mitteln sie selbst Punkte bzw. Tupfen herstellen könnten.
  3. Besprechen Sie mit den Schülern die Vorgehensweise: Zuerst einfache Motive tupfen, später komplexere Bilder mit mehreren Farbschichten übereinander stempeln.
  4. Die Schüler tupfen ihre Bilder.
  5. Eine Besprechung der Arbeitstechnik mit ihren Vor- und Nachteilen vertieft diese Unterrichtseinheit. Im Gespräch kann auch der Aspekt moderner Drucktechniken angesprochen werden (siehe Abbildungen auf der Downloadvorlage). Die Vorlage kann auch auf eine Folie ausgedruckt und auf einem Tageslichtprojektor gezeigt werden. Dabei wird deutlich, wie innovativ Seurat damals schon gearbeitet hat.

 

Tipp:
Wichtig ist immer eine klare Aufgabenstellung! Suchen Sie sich daher „Ihren“ Verlauf aus und kombinieren Sie die Materialien nach Belieben.

Differenzierungsmöglichkeiten

Zunächst liegt es nahe, die Punkte mit einem Pinsel auf das Blatt zu tupfen. Hier sollen die Schüler verschiedene Pinselstärken ausprobieren, damit sie die unterschiedlichen Wirkungsweisen erleben können. Aber auch das Stempeln mit Korken oder anderen kleinen runden Gegenständen ist denkbar.

Tupf-Technik – mit dem Wattestäbchen (wirkt konfettiartig)

Eine Variante zum Pinsel bieten Wattestäbchen. Hierfür können die Deckfarben ganz herkömmlich mit dem Pinsel vorbereitet werden, indem einige Tropen in das Farbnäpfchen gegeben werden. Mit dem Pinsel wird die Farbe so lange gerührt, bis sich Blasen bilden. Dann wird die Deckfarbe in ein Mischnäpfchen gegeben. Von dort aus kann sie bequem mit dem Wattestäbchen aufgenommen und auf das Papier getupft werden.


Die Punkte werden mit einem Wattestäbchen aufgetupft. Beispiel für getupfte Flächen mit einem Wattestäbchen.

Punkte ausmalen

Natürlich ist es auch möglich, zunächst erst einmal verschiedene Punkte von den Schülern ausmalen zu lassen. Dazu können Sie sich unserer Downloadvorlage bedienen. Ein Haus ist schon zu erkennen. Die Schüler malen einfach die restlichen Punkte, z. B. mit Fasermalern, aus.


Malvorlage aus dem Downloadpaket "Haus aus Punkten".

Vorgezeichnete einfache Figuren

Zuerst zeichnen die Schüler dünn mit Bleistift eine einfache geometrische Form auf ein Blatt Papier. Alternativ können Sie unsere Downloadvorlagen ausdrucken, die sich sofort im Unterricht einsetzen lassen.


Die Downloadvorlagen mit einfachen Figuren lassen sich sofort im Unterricht einsetzen.

Dann wird in die Mischtöpfchen im Deckel des K12 jeweils eine etwas größere Menge angerührter Farbe (s. Konfetti-Technik) gegeben. Zu Anfang reichen die Primärfarben Gelb, Magentarot und Cyanblau.

Nun wird das Wattestäbchen in eine der angerührten Farben getunkt, z. B. Magenta, und das vorgezeichnete Motiv damit bedruckt.
Danach wird das Umfeld der Figur in einer 2. Primärfarbe, z. B. Cyanblau, mit Punkten ausgefüllt. Zum Schluss wird das gesamte Blatt mit der 3. Primärfarbe, in diesem Fall Gelb, überdruckt.


Das einfache aufgezeichnete Herz wird zunächst mit Magentarot betupft, dann mit cyanblauen Tupfen umgeben und schließlich mit Gelb übergestempelt.


Einen Ablauf der beschrieben Technik findet sich im Download-Paket.

Animieren Sie Ihre Schüler, unterschiedliche Farbkombinationen auszuprobieren. Die Wirkung ist oft verblüffend.


Unterschiedliche Farbkombinationen: Gelb und Magentarot; Magenta und Cyanblau.


Hier wurden Gelb, Magentarot und Cyanblau in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander getupft. Deutlich erscheinen auch die Sekundärfarben Orange, Violett und Grün

Arbeiten mit Konfetti

Eine andere Möglichkeit, Ihren Schülern die Tupftechnik zu veranschaulichen, ist der Einsatz richtiger Konfetti. Schütten Sie Konfetti auf einen großen Bogen Papier. Dann lassen Sie die Schnipsel von den Schülern mit einem Stück Pappe oder einem Lineal zu einer einfachen Form, wie z. B. Rechteck oder Haus, zusammenschieben. Alternativ können Sie auch unsere Downloadvorlage benutzen, dort ist das Haus mit einer extra dicken Linie versehen, damit die Schüler sie beim Zusammenschieben besser sehen können.


Downloadvorlage "Haus" für die Konfetti-Übung.

Weitere Tipps:

Tupfenform
Mit dem Pinsel getupft wirkt ein Bild natürlich wesentlich lebendiger, da die einzelnen Punkte nicht kreisrund sind wie beim Drucken oder Stempeln.

Farbwirkung
Die Farbwirkung einer getupften Fläche wird bestimmt durch den prozentualen Anteil der jeweiligen Farbpunkte. Das bedeutet, je mehr Farbpunkte einer Farbe vorhanden sind, desto stärker wird die spätere Mischfarbe in diese Richtung tendieren.

Arbeiten mit dem Farbkreisel
Um eine bestimmte Mischfarbe zu erhalten, kann die Arbeit mit dem Pelikan Farbkreisel sehr hilfreich sein. Auf ihm kann eingestellt werden, mit welchen Primärfarben eine bestimmte Farbe gemischt werden kann.

Komplementärkontrast
Interessant kann es auch sein, bestimmte Farbkombinationen und ihre Farbwirkung zu nutzen. So ist es denkbar, nur mit Kontrastfarben zu arbeiten wobei ein Komplementärkontrast entsteht. Hierfür werden 2 Komplementärfarben direkt nebeneinander gestempelt. Auch die Kontrastfarben lassen sich ganz einfach auf dem Farbkreisel ablesen.

Motive variieren
Nicht nur einfache Motive, wie ein Haus oder ein Herz, lassen sich betupfen, sondern auch komplexere Bilder. Pelikan Lehrerinfo bieten Ihnen die zusätzliche Downloadvorlage "Windmühle".


Donwnloadvorlage "Windmühle" zum Betupfen.

Alternativ können Sie aber auch Malvorlagen bei Pelikan Lehrerinfo downloaden und sofort im Unterricht einsetzen.

Schülerarbeiten als Anschauungsmaterial

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Schülerarbeiten vorstellen, die zusätzlich als Anschauungsmaterial im Unterricht eingesetzt werden können:

Georges Seurat

  • 1859 George Seurat wird am 2. Dezember 1859 in Paris geboren.
  • 1875 Er besucht die städtische Zeichenschule in Paris und besteht 3 Jahre später die Aufnahmeprüfung für die Hochschule der Bildenden Künste.
  • 1880 Seurat hat seine erste Ausstellung. Er gilt als der Bauherr eines neuen Stils – des Pointillismus.
  • 1884-1886 Als eines seiner ersten berühmten Werke entsteht das Ölbild "Sonntag auf der Insel Grand Jatte".
  • Ende '80 Seurats Motive sind: Landschaften an der Seine mit Badenden oder Spaziergängern, Akte im Atelier und Ende der 80er Jahre verstärkt Varieté und Zirkusszenen. In dieser Zeit lernt Seurat Madeleine Knobloch kennen.
  • 1890 Der gemeinsame Sohn Pierre-Georges wird geboren. Seurat beginnt sein Bild "Zirkus". Durch seinen frühen Tod jedoch bleibt es unvollendet.
  • 1891 Kurz nach dem Tod seines kleinen Sohnes stirbt auch Seurat am 29. März 1891 mit nur 31 Jahren.