Salvador Dali
"Brennende Giraffe"

Mit dieser Unterrichtseinheit ist es möglich, den Schülerinnen und Schülern eine freie Gestaltungsweise anbieten zu können. Diese führt meistens zu den schönsten Ergebnissen.

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Weiterführendes Material zu diesem Artikel.

K12 - Das Original: Salvador Dali - "Brennende Giraffe"

Künstlerisches Malen mit dem Deckfarbkasten K12

Mit dieser Ausgabe von Pelikan K12 - Das Original möchten wir Ihnen Unterrichtsvorschläge für die Arbeit mit dem Pelikan Deckfarbkasten präsentieren. Im Mittelpunkt steht die "Brennende Giraffe" von Salvador Dalí. Eine Abbildung des Originals finden sie unter: http://www.virtualdali.com/37LightedGiraffes.html.

Benötigte Materialien:

Deckfarbkasten K12, Zeichenblock und Pinsel von Pelikan.

 
Original Schülerbild
 

Ablauf der Unterrichtseinheit "Brennende Giraffe"

Bei dieser Unterrichtseinheit beginnt der Lehrende mit einem recht abstrakten Einstieg, der sich allerdings sehr einfach differenzieren lässt.

Hier ist es möglich, den Schülerinnen und Schülern eine freie Gestaltungsweise anbieten zu können. Diese führt meistens zu den schönsten Ergebnissen, Hilfestellungen können und sollen aber bei Bedarf immer gegeben werden.

 
  1. Laden Sie das Materialpaket "Brennende Giraffe" und den Text aus dem Internet herunter.
  1. Präsentieren Sie Ihren Schülern Folie 1 mittels eines Tageslichtprojektors. Die Folie kann später von den Schülern abgezeichnet werden oder wird als Malvorlage ausgegeben.
 
Folie 1 - Ausgangspunkt der Unterrichtseinheit
 
Folie 1a - Alternative zum
Selbstausmalen
 
  1. Sprechen Sie mit Ihren Schülern über diesen Bildausschnitt. Folgende Punkte können Ihnen hierbei als roter Faden hilfreich sein:
  1. Was könnte auf dem Bild dargestellt sein?
  2. Welche Farben sind erkennbar, welche Bedeutung können haben sie?
  3. Ist dieser Ausschnitt Teil einer Landschaft?
  4. Ist dieser Ausschnitt Teil einer Unterwasserwelt?
  5. Ist dieser Ausschnitt Teil einer Flusslandschaft?
  6. Schließt sich an diesen Ausschnitt ein Strand an?
  7. Sieht dieser Ausschnitt in der Wirklichkeit genauso aus?
  8. In welche unterschiedlichen Bereiche (z.B. hell-dunkel; warm-kalt, oben-unten) lässt sich das Bild einteilen?

Verdeutlichen Sie Ihren Schülern, dass es sich hierbei um einen Bildausschnitt handelt. Es geht also darum, ein Szenario um diesen Ausschnitt herum zu entwickeln.

  1. Wie lässt sich dieser Bildausschnitt fortsetzen?
  2. Wie geht es oben, unten, rechts oder links des Bildausschnittes weiter?
  3. Welche weiteren Farben würdest du benutzen?
  4. Fehlen Elemente auf dem Bild?
  1. Lassen Sie die Schüler im Anschluss an das Unterrichtsgespräch ihr Bild malen.
  2. Zum Schluss kann jeder Schüler sein Bild betiteln. Die Kinder können außerdem eine Geschichte dazu, zum Entstehungsprozess oder zum Weitererzählen schreiben.
 

Differenzierungsmöglichkeiten

1. Können Ihre Schüler nur eine unzureichende Assoziationskette aufbauen, können Sie folgenden Bildausschnitt einsetzen. Verdeutlichen Sie Ihren Schülern, dass dieser Ausschnitt die Elemente des ersten Bildes enthält (schwarzer Kasten). Wieder ist aber nur ein Bildausschnitt des Gesamtbildes dargestellt.

2. Geben Sie eventuell verschiedene Malvorlagen an die Schüler aus (siehe Folien 3-5), lassen Sie die Vorlage an der Tafel haften oder auf dem Overheadprojekt zum Abzeichnen liegen.

Tipp: Wichtig ist immer eine klare Aufgabenstellung! Suchen Sie sich daher "Ihren" Verlauf aus und kombinieren Sie die Materialien nach Belieben.

 

Beschreibung der Folien

 

Folien 3a-3e:
Alle Figuren sind als Umriss dargestellt. Diese Folien sind ideal zur Differenzierung geeignet, da sie eine breite Auswahl der Figuren ermöglichen.
3a: Komplette Figurengruppe;
3b: Nur die Giraffe;
3c: Schwarze Giraffe;
3d: Giraffe mit Flammen
3e: und schließlich nur die Flammen als Weitermalbild.

 

Folien 4 & 5:
Weitere Varianten zur individuellen Unterrichtsgestaltung bieten Ihnen die Folien 4+5.
Folie 4: Schwarz-weiß Kontrast der Figuren zum Hintergrund. Hierbei nehmen die Schüler die Figuren als gegeben und sollen einen eigenen Hintergrund entwickeln. Folie 5 kann übrigens auch nur an die Tafel gehängt werden.
Folie 5: Durch einen leichten Grauton ist der Hintergrund gegeben, kann aber trotzdem noch farblich ergänzt werden. Die Schüler können die Figuren nach ihren Möglichkeiten gestalten.

 

Folie 6:
Folie 6 stellt die wesentlichen Farben des Originalbildes dar. Sprechen Sie mit Ihren Schülern über den Einsatz der Farben.
Welche Farbwirkungen können damit verbunden werden? (z.B. geheimnisvolle Stimmung; die Riesen verschmelzen farblich mit dem Himmel)
Welche Kontraste ergeben sich? (z.B. kleine Figur = helle Farbe; große Figur = dunkle Farbe)

 

Schülerarbeiten als Anschauungsmaterial

Von der Flamme über die Giraffe zum fertigen Bild

 

Schülerarbeit 1

 

Schülerarbeit 2

 

Folie 5 diente der Schülerin bei dieser Arbeit als Vorlage. In unserem Beispiel erhielt die Schülerin keine Kopie der Folie, sondern zeichnete die Giraffe nach ihrer eigenen Vorstellung ab.
Unser Tipp: Wenn Sie diese Unterrichtseinheit in Ihrer Klasse durchgeführt haben, stehen Ihnen danach sicher eigene Schülerarbeiten zur Verfügung. Diese können Sie archivieren und später als Anschauungsmaterial einsetzen.

 

Dalí Kurz-Biographie

Salvador Dalí wird am 11. Mai 1904 in Figueras, im Norden Spaniens , als Sohn eines Notars geboren. Ursprünglich sollte sein Bruder Salvador heißen, dieser stirbt aber drei Jahre zuvor. Bis zur Geburt seiner Schwester Ana Maria ist Salvador das einzige Kind. In dieser Zeit darf er tun und lassen was er will. Dalís Leben wird geprägt durch die bürgerliche Gesellschaft und die Erziehung seines Vaters. So entstehen schon früh die Wünsche nach Sicherheit und Ordnung.

1918 ist Dalí mit der Entwicklung seiner Persönlichkeit beschäftigt. Er versucht dies durch lange Haare, Backenbart und weite Hemden auszudrücken.

1921 besucht Dalí die Schulakademie für Malerei, Bildhauerei und Grafik in Madrid. Er entdeckt eine neue Lebensart und lernt unter anderem Juan Gris, den Mitbegründer des Kubismus, kennen. Schon ein Jahr später weist Dalí kubistische Einflüsse von sich und wendet sich den Lehren der "Metaphysischen Schule" zu, die die Welt der inneren Wahrnehmung und Erfahrung erkundet.

Als es 1924 in Katalonien zu Unruhen kommt, wird Dalí zu Unrecht als Anführer angeklagt und der Akademie verwiesen. Ein Jahr später kehrt er an die Kunstschule zurück und widmet sich den Schriften Sigmund Freuds. 1925 besucht er Picasso während seiner ersten Reise nach Paris.

1929 begibt sich Dalí abermals nach Paris, wo Miró ihm André Breton, Paul Eluard und andere Surrealisten vorstellt. Salvador Dalí schließt sich der Gruppe der Surrealisten in Paris an. Später in diesem Jahr besuchen ihn Breton, Magritte, Paul Eluard und Gala, seine spätere Ehefrau.

Dalí wird vom Jugendstil, der Architektur Antoni Gaudis und von Giuseppe Arcimboldi aus dem 16. Jahrhundert inspiriert.

1933 zeigt sich, nach Meinung einiger Surrealisten, in einer Londoner Ausstellung Dalís Bewunderung für Hitler. Ein Ausschluss von der Surrealistengruppe ist die Folge. In diesem Jahr reist Dalí das erste Mal nach Amerika.

1935 übt Dalí heftige Kritik gegenüber der abstrakten Kunst und nimmt ein Jahr später an der internationalen surrealistischen Ausstellung in London teil. Dort schließt er Freundschaft mit dem englischen Sammler Edward James. Dieser baut später die umfassendste Dalí-Sammlung auf.

Bis 1948 lebt Dalí in Amerika und erstellt 1942 eine große Retrospektive für das "Museum of Modern Art", die in acht Städten der USA gezeigt wird. Dalí beginnt mit der Porträtmalerei und den Studien zu Wandmalereien für das Haus Helena Rubinsteins.

1948 kehrt Dalí nach Spanien zurück und wendet sich dem Klassizismus zu. Ein Jahr später malt er seine ersten religiösen Bilder. "Die Madonna von Port Lligat" wird sogar vom Papst akzeptiert.

1964 wird Dalí mit einem der höchsten Orden Spaniens ausgezeichnet, dem Großkreuz der Königin Isabella von Spanien.

1964 gibt es eine große Ausstellung in Tokio. Dalí veröffentlicht das "Tagebuch eines Genies" und erstellt Illustrationen zur Bibel. 1973 eröffnet das Dalí-Museum in seiner Geburtsstadt Figureas. Dalí veröffentlicht sein Buch "So wird man Dalí".

Salvador Dalí wird 1982 zum Marquis von Publo ernannt. In diesem Jahr stirb seine Frau Gala.

Ab 1983 wohnt Dalí zurückgezogen und allein und in seinem Schloss Publo. Dort entsteht im Mai desselben Jahres sein letztes Gemälde "Der Schwalbenschwanz".

Aufgrund einer Erkrankung der Speicheldrüse muss Dalí mehr als fünf Jahre lang durch eine künstliche Sonde ernährt werden. Sein Gesundheitszustand lässt keine größeren Anstrengungen mehr zu.

Am 23. Januar 1989 stirbt Dalí in Figueras, seiner Geburtsstadt.

Weitere Informationen finden Sie unter folgender Internetadresse: http://roots-the-doots.tripod.com/fr_dali.htm.