Farbkreis zum Selbstgestalten
Farbkreis zum Selbstgestalten

Mit unserer Vorlage können Sie den Farbkreis mit dem Farbkasten selbst ermischen. Selbstverständlich können Sie die Vorlage auch im Unterricht einsetzten.

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Farbkreis zum Selbstgestalten

Primärfarben, Tertiärmischungen, Sekundärfarben und das Druckfarbmodell sind einige Begriffe, die bei der Deckfarbenlehre immer wieder vorkommen. In der Praxis ist es aber, trotz der einleuchtenden Theorie, immer aufs Neue spannend, den richtigen Farbton zu treffen. Der Leitspruch "Probieren geht über studieren" dient daher als Anregung, den Farbkreis doch einmal selbst nachzumischen.

Hinweis: In der Downloadvorlage sind zwei Farbkreise enthalten. Ein farbiger Kreis als Vorlage und eine Schwarz/Weiß Variante zur Selbstgestaltung.

Das CMYK-Farbmodell

Oftmals wird gefragt, auf welchem Farbmodell die Pelikan Deckfarbenlehre beruht. Die Grundlage bildet das Druckfarbmodell CMYK. Dabei sind die Buchstaben den Farben entnommen, die als Basis in der industriellen Druckindustrie dienen. Aus diesen sogenannten Primärfarben Cyanblau (C), Magentarot (M), Gelb [Yellow (Y)] und Schwarz [Black (K)] lassen sich theoretisch alle weiteren Farben ermischen. Schwarz ist für das Abdunkeln notwendig, verleiht dem Bild aber auch seine nötige Tiefenschärfe. Auch Pelikan Druckerpatronen beinhalten diese Farben, womit deutlich wird, das eben auch jeder Heimdrucker alle Farben aus den Primärfarben ermischt. Somit ist das CMYK-Farbmodell auf den Farbkasten K12 übertragbar, der nach der DIN 5023 eben diese Primärfarben enthält. Folglich kann jeder die Farbenlehre nachvollziehen und mit den leuchtenden Farben vielfältig experimentieren.

Hinweis: Drucken Sie die Downloadvorlage des Farbkreises aus und malen Sie die drei Primärfarbenkreise mit den reinen Farben entsprechend aus.

Primärfarben und ihre Mischungen

Werden zwei Primärfarben zu gleichen Teilen gemischt, entsteht eine Sekundärfarbe, auch wenn es hier unterschiedliche Definitionen dazu gibt. Wird dann diese entstandene Farbe wiederum mit einer Primärfarbe gemischt, ergibt sich eine Tertiärfarbe. Dieses Wortspiel könnte nun weiter fortgesetzt werden, für den schulischen Bereich reicht aber diese Betrachtung völlig aus. Aus dieser Vorstellung resultiert der 12-teilige Farbkreis, der aus den drei Primärfarben, den daraus entstehenden drei Sekundärfarben und den damit verbundenen sechs Tertiärfarben besteht. Auch die Mischung aus drei Primärfarben miteinander führt zu einer Tertiärfarbe.

Mischverhältnisse

Um den idealtypischen Farben möglichst nahe zu kommen, müssen die Sekundär- und Tertiärfarben entsprechend sorgfältig im Verhältnis zueinander gemischt werden. Bei einem Computermodell würde es dafür reichen, die Mengenangabe der Farben einfach anzugeben - im praktischen Versuch kann es abweichend dazu aber notwendig sein, die Mengenangaben zu variieren. Das liegt u.a. an der unterschiedlichen Leuchtkraft der Pigmente, der variablen Wasserzugabe und an dem mit einem Pinsel unerreichbaren gleichen Mengenmaß.

Hinweis: Auf unserer Downloadvorlage finden Sie die Mengenangaben der Primärfarben für die einzelnen Mischfarben. Dabei werden die Kreise mit der Bezeichnung „Original“ in der jeweiligen reinen Primärfarbe ausgemalt (wie in unserem Beispiel). Für die Mischfarben werden die angegeben Anteile, beispielsweise für Blau 2 Teile Cyan, 1 Teil Magenta, in ein Mischnäpfchen des Deckfarbkastendeckels gegeben und gemischt. Anschließend wird der entsprechende Kreis mit der entstandenen Farbe ausgemalt.

Beispiel der Mengenanteile für Farbmischungen aus Cyan und Magenta.

Aufbau des Farbkreises

Alle genannten Farben sind bei der Betrachtung kreisförmig angeordnet. Das bedeutet, dass sich die Farben gleichwertig in ihrer Leuchtkraft gegenüberstehen. Wir sprechen hier von Komplementärfarben, die so stark sind, dass sie sich sogar gegenseitig auslöschen können! Dieses Phänomen wird deutlich, wenn zwei sich gegenüberstehende Farben miteinander gemischt werden. Dieser Effekt tritt auch ein, wenn alle drei Primärfarben zusammenkommen, obwohl sie gemeinsam theoretisch eigentlich Schwarz ergeben würden. Aufgrund der Pigmentierung ist praktisch aber nur ein Grau realisierbar, das die auslöschende Wirkung der Farben aber sehr schön illustriert.

An dieser Stelle halten wir fest, dass die Farben im Farbkreismodell nach innen hin abgedunkelt werden und nach außen hin aufgehellt werden. Werden alle drei Primärfarben miteinander gemischt, entsteht ein Grauton, in dem die Ausgangsfarben nicht mehr zu erkennen sind.

Hinweis: Auf der Downloadvorlage sollen in der Farbkreismitte ebenfalls alle drei Primärfarben zusammenkommen. Dafür mischen Sie die Farben im Deckel des Deckfarbkastens und bemalen anschließend den inneren großen Kreis der Downloadvorlage.

Wir wünschen viel Erfolg bei Ihrem selbstgemischten Farbkreis.