Ei-Tempera Farben selbst herstellen

Die Herstellung der Farbe "Ei-Tempera" ist seit dem Mittelalter bekannt. Der Name Ei-Tempera wurde übrigens aus den Zutaten abgeleitet.

Ei-Tempera Farben selbst herstellen

Die Herstellung der Farbe "Ei-Tempera" ist seit dem Mittelalter bekannt. Der Name Ei-Tempera wurde übrigens aus den Zutaten abgeleitet. Mit ganz einfachen Mitteln konnte man damals wie heute eine Farbe herstellen, die in ihrer Konsistenz der heutigen Pelikan PLAKA Farbe ähnelt. Je nach Menge der Farbpigmente wird die Farbe flüssiger oder zähfließend.

Die Vorzüge der Farbe waren schon damals bekannt. Nach dem Trocknen kann die Farbe nicht mehr angelöst werden und in ihrer Beständigkeit ist sie sogar lichtecht.

 

Zubereitung:
Die Farbe lässt sich sehr gut mit einem Spatel anrühren. Zu Beginn wird ein Ei in eine kleine Schale gerührt. Die Menge eines Eies entspricht einem Teil. Nun wird die Menge von einem Teil Lein-Öl hinzugefügt, also die Menge eines Eies.

In die kleine Schale wird nun die Menge von zwei Teilen Wasser geschüttet. (Das entspricht der doppelten Menge des Lein-Öls)

Während des Rührens werden nun die Farbpigmente hinzugefügt. Dabei ist auf eine sparsame Dosierung zu achten. Werden mehr Pigmente hinzugefügt, wird die Farbe zähfließend. Ist die Farbe zu fest, wird einfach etwas Wasser unter die Mischung gegeben.

Einen Nachteil hat die Farbe übrigens: Sie altert. Das bedeutet, Ei-Tempera sollte nach kurzer Zeit vermalt werden und kann nicht über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden! Dies ist meistens aber auch nicht notwendig, da ganz schnell eine neue Farbe angerührt werden kann.

Der Untergrund dieser beiden Bilder wurde jeweils mit Cyanblau vorbereitet. Darüber wurde dann mit weiteren Pigmentfarben gemalt. Die Qualität (Reinheit) der Pigmente ist übrigens sehr gut an der Leuchtkraft der Farben zu erkennen.

Die Meerjungfrau entstand mit einer Nass-in-Nass-Technik. Dabei wurde in das noch feuchte Cyanblau die nächste Farbe gemalt. Die unterschiedlichen Farben laufen dabei nicht ineinander, sondern sind relativ scharf voneinander abgegrenzt.