Trüben mit Grau

Im Vordergrund dieser Unterrichtseinheit steht diesmal eine experimentelle Blattmischtechnik.

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Trüben mit Grau

Farbenfroh und doch getrübt: Wie bei der Windmühle sind die Deckfarben auch bei den Delfinen mit Grau gemischt worden. Allerdings wurde das Deckweiß bei der linken Windmühlenhälfte und bei den Wolken auch in reiner Form verwendet. Zum Einsatz kommt hier die Blattmischtechnik.

Lehrerinformation

Abdunkeln und Aufhellen ist, nach dem Farbenmischen, eine weitverbreitete Art bei der Arbeit mit Deckfarben. Gerade mit Schwarz verändert sich die Farbe sehr stark, besonders wenn zu viel davon zugegeben wird!

Wird eine Farbe mit Grau gemischt, reagiert sie nicht so farbintensiv, sondern verblasst: Die leuchtende Farbkraft lässt nach, sie wird gebrochen. Man spricht auch vom Trüben einer Farbe. Grau als eigenständige Farbe ist dem Betrachter geläufig, gebrochen strahlen die Farben zunächst eine eher seltsame Wirkung aus und es erschließt sich einem nicht sofort, wie die Farbe zustande kommt. Umso spannender ist es, Farben mit Grau zu trüben, zumal der Grauton erst auf der Palette "ermischt" werden muss. Und auch dann können die Farben ganz unterschiedlich reagieren, denn zu viel Schwarz im Grau beeinflusst die spätere Mischfarbe ebenfalls sehr stark.

Informationen zum Trüben

Den Ausgangspunkt des Trübens bildet der Pelikan Farbkreis, der aus 12 unterschiedlichen Farben besteht. Das Trüben wird hier am Beispiel von Gelb erläutert.

Eine Farbkreisfarbe wird im Modell nach außen hin weiter aufgehellt, zum Mittelpunkt des Farbkreises abgedunkelt (da alle drei Primärfarben modellhaft zusammen Schwarz ergeben würden).

Wird eine Farbe nun getrübt, muss Grau zuerst auf der Palette gemischt werden. Dazu wird zuerst Deckweiß in ein Mischnäpfchen gegeben und anschließend etwas Schwarz hinzugefügt. Zum Schluss werden die Ausgangsfarbe und Grau gemischt.

 

Das wird benötigt:

  • Deckfarbkasten K12
  • Deckweiß
  • Haar- und Borstenpinsel, Nr. 10, 12
  • frisches Wasser
  • Zeichenblock DIN A3
  • Klebstoff, Schere
  • Klebefilm
  • Müllbeutelverschluss oder Blumendraht
  • Bleistiftstummel oder Schaschlikspieß
  • Pelikan Fineliner Schwarz
  • Tonpapier Weiß und Braun
  • Downloadvorlagen

Zur Umsetzung der Unterrichtseinheit Trüben mit Grau stehen zwei bewegliche Bastelvorschläge zur Auswahl.

Im Vordergrund dieser Unterrichtseinheit steht diesmal eine klare Aufgabe mit einer experimentellen Blattmischtechnik. Den Clou bilden die beweglichen Bildelemente.

(Vorschlag 1) Windmühle

So einfach geht es:

Schneiden Sie zunächst die Windmühle der Downloadvorlage aus und kleben Sie diese auf ein DIN A3 Zeichenblockblatt auf.

Die Downloadvorlage Windmühle wird aufgeklebt und anhand der Buchstaben mit Deckfarben bemalt.
  1. Bei der Bemalung der Windmühle mit Grau fangen wir links (Feld A) mit Deckweiß an. Für Feld B wird Grau auf der Palette ermischt (siehe Informationen zum Trüben), wobei nur wenige Tropfen Schwarz hinzugegeben werden. Zum entstandenen Grau auf der Palette werden nun weitere Tropfen Schwarz hineingegeben und ein Dunkelgrau ermischt. Damit wird Feld C bemalt.
  2. Für den unteren Teil der Mühle wird nun Zinnoberrot dkl. mit Grau gemischt.
  3. Die Kappe der Mühle wird mit Schwarz ausgemalt.

Hintergrund (Blattmischtechnik)

  • Damit der Hintergrund fröhlicher wirkt, werden die Farben mit Grau nicht im Kasten, sondern auf dem Bild während des Malens gemischt. Dazu werden 4 Mischtöpfchen benötigt: Deckweiß, Schwarz, Blau und Grün. Mit einem dicken Borstenpinsel (Nr. 12) tunkt man abwechselnd in die drei Töpfchen. Mit großzügigen Pinselstrichen trägt man diese Mischung nun auf das Papier auf. Dadurch entsteht eine getrübte, aber doch lebhafte Fläche, die von der Menge der einzelnen Farbe bestimmt wird. Dies ist besonders spannend, da neben einer getrübten Farbe Deckweiß und Schwarz kontrastierend wirken. Das Blatt gut trocknen lassen und erst danach vom Block lösen.
  • Nun werden die Windmühlenflügel ausgeschnitten. Die beiden Flügel werden entgegengesetzt übereinander geklebt. Dazu werden die Punkte C und D des einen Flügels auf die Punkte A und B gelegt.
  • Nun wird jeweils ein Stück Klebefilm auf die Mittelpunkte der Mühlenkappe und der Mühlenflügel geklebt und in die Mitte wird jeweils mit der Schere ein kleines Loch gepiekt.
  • Den Müllbeutelverschluss mittig um den Bleistiftstummel oder Schaschlikspieß legen und etwas zusammendrehen, damit er nicht mehr herausrutscht.
  • Die beiden Enden des Verschlusses von hinten zuerst durch das Hintergrundblatt und dann durch die Flügel stecken.
  • Die Enden spreizen, auf ca. 1cm kürzen und gut mit Klebefilm am Papier befestigen (Punkt 7-9 siehe auch Schema unten).
  • Zum Schluss den kleinen Kreis aus braunem Tonpapier ausschneiden und mittig auf die Mühlenflügel als Abdeckung aufkleben.
  • Nun ist die Mühle für ihren ersten Einsatz fertig und die Flügel können gedreht werden!
Die Windmühlenflügel werden laut Anleitung eingebaut und können zum Schluss gedreht werden.

(Vorschlag 2) Delfine

Die Vorgehensweise ist ähnlich wie bei der Mühle.

  1. Zuerst werden die Delfine ausgeschnitten und mit Grau bemalt. Die Scheibe, an der die Delfine befestigt sind, wird mit demselben Blau bemalt, mit dem später auch der Hintergrund gestaltet wird.
  2. Dann wird der Vordergrund (Meereswellen) mittels der Blattmischtechnik gestaltet. Zunächst werden die Farben Blau und Grün auf dem Blatt wellenförmig aufgetragen. In ein Mischtöpfchen wird nun Deckweiß gegeben und mit wenigen Tropfen Schwarz gemischt. Das entstandene Grau wird zwischen die blauen und grünen Wellen aufgetragen. Auf dem Blatt mischen sich die Farben und werden mit Grau getrübt.
  3. Jetzt wird der Hintergrund mit demselben Blau bemalt, mit dem zuvor die Delfinscheibe bemalt wurde. Nach dem Trocknen werden mit Weiß (Deckweiß) und Grau die Wolken gestaltet.
  4. Auf den Punkt der Grundplatte und der Delfinscheibe wird nun jeweils ein Stück Klebefilm geklebt und mit der Schere ein Loch gepiekt.
  5. Jetzt wird der Müllbeutelverschluss mittig um den Bleistiftstummel oder den Schaschlikspieß gedreht, von hinten durch das Bild und die Delfinscheibe gesteckt, auf 1cm gekürzt und mit Klebefilm gesichert.
  6. Zum Schluss wird die bemalte Meereswellenabdeckung so auf die untere Kante der Grundplatte geklebt, dass sich die Delfinscheibe noch ganz einfach drehen lässt. Außerdem werden die Seiten der Meereswellenabdeckung ebenfalls auf der Grundplatte festgeklebt.
Der Delfinvorschlag besteht aus der Grundplatte, der Delfindrehscheibe und der Meereswellenabdeckung, die bemalt und später übereinander gesteckt und geklebt werden.
Die Farben der Meereswellen sind aufgrund der Blattmischtechnik mit Grau getrübt worden. Beim Drehen verdeutlichen die grauen, springenden Delfine, wie das Grau quasi in die farbigen Wellen eintaucht!
 

Alle Downloadvorlagen auf einen Blick

Die Windmühle und die Mühlenflügel samt Abdeckung.
Die Grundplatte für die Delfine, die Delfindrehscheibe und die Meereswellenabdeckung.