Pablo Picasso
"Woman in an armchair"

Picasso malte Bilder in der Stilrichtung des Kubismus. Mit der Unterrichtseinheit "Picasso: Woman in an armchair" möchten wir Ihnen die kubistische Malerei von Picasso mit den Mitteln der Collage näher bringen.

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Weiterführendes Material zu diesem Artikel.

K12 - Das Original: Pablo Picasso - "Woman in an armchair"

Künstlerisches Malen mit dem Deckfarbkasten K12

Mit dieser Ausgabe von Pelikan K12 - Das Original präsentieren wir Ihnen einen besonderen Unterrichtsvorschlag für die Arbeit mit dem Pelikan Deckfarbkasten. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit des Künstlers Pablo Picasso.


Schülerbild

Ablauf der Unterrichtseinheit "Picasso: Woman in an armchair"

Picasso malte Bilder, die wie durcheinander geratene Puzzelteile aussehen. Diese Stilrichtung wird Kubismus genannt. Dabei hat der Betrachter den Eindruck, den Bildinhalt räumlich zu sehen. Allerdings hat Picasso die verschiedenen Blickwinkel auf ein Blatt gemalt, was zu einer Verschiebung der Bildebenen und damit zu einen irrealen Raumgefühl führt.

Mit der Unterrichtseinheit "Picasso: Woman in an armchair" Collagetechnik möchten wir Ihnen die kubistische Malerei von Picasso mit den Mitteln der Collage näher bringen. Anders als Picasso malen wir nicht verschiedene Blickwinkel auf ein Blatt, sondern halten diese durch das Ausschneiden und Aufkleben eines Porträts auf dem Zeichenblock fest. Übrigens, auch die Collage-Technik wurde von Picasso entwickelt. So fügte er irrealen Bildinhalten reale Gegenstände hinzu und verknüpfe so die beiden Welten miteinander.

Um den Schülern den Einstieg in diese abstrakte Unterrichtseinheit zu erleichtern, beginnt der Lehrende mit dem Frauenbild als Rasterbild. Die Teile des Rasters sollen dem Lehrer helfen, die bevorstehende Aufgabe besser zu visualisieren. Nach diesem Einstieg ist es möglich, den Schülerinnen und Schülern eine freie Gestaltungsweise anbieten zu können. Diese führt meistens zu den schönsten Ergebnissen, Hilfestellungen können und sollen aber bei Bedarf immer gegeben werden. Im weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit können so die Rasterteile zur Differenzierung eingesetzt werden.

  1. Laden Sie das Materialpaket "Picasso: Woman in an armchair" aus dem Internet herunter.
  2. Drucken Sie das Originalbild und die Rasterteile der Frau auf festerem Papier oder Karton aus.
  3. Präsentieren Sie Ihren Schülern das Originalbild und die Rasterteile der Frau mittels eines nonverbalen Impulses, indem Sie die Teile in die Mitte eines Sitzkreises legen.


    Originalbild, Einzelne Bilder der Rastervorlage und Bilder aus der Downloadvorlage der Unterrichtseinheit "Picasso"

  4. Lassen Sie einzelne Bilder der Rastervorlage von den Schülern umlegen oder mit einem anderen Bild vertauschen.


    Veränderte Rastervorlage durch umlegen der Einzelbilder

  5. Sprechen Sie mit Ihren Schülern über die entstandenen "Bilder". Lassen Sie auch andere Schüler die Rasterbilder umlegen. Folgende Überlegungen könnten als Gesprächsfaden dienen und für die weitere Arbeit hilfreich sein:
    1. Wie unterscheiden sich die Sichtweisen (ausgehend vom Sitzkreis)?
    2. Was ist erkennbar?
    3. Handelt es sich um ein Geheimbild?
    4. Kann jeder das Bild "entschlüsseln"?
    5. Wer wird später sein eigenes Bild enträtseln können?
    6. In welcher Beziehung stehen die Farben?
    7. In welcher Beziehung stehen die Formen?
    8. Ist der ursprüngliche Bildinhalt noch erkennbar?
    9. Welche Wirkung haben die vertauschten Bilder auf den Betrachter?
    10. Wie könnte der jeweilige Titel lauten?
    11. Diskutieren Sie mit den Schülern verschiedene Titel.
  6. Lassen Sie die Schüler im Anschluss an das Unterrichtsgespräch mit dem Pelikan Deckfarbkasten ein Porträt - vielleicht vom Tischnachbarn - anfertigen.
  7. Nach dem Trocknen der Farbe können die Schüler ihre Bilder in der Gruppe vorstellen.
  8. Die Bilder werden nun in ein Raster aufgeteilt. Dazu entweder das Bild falten oder das Raster mit Lineal und Bleistift auf das Bild zeichnen und anschließend an den Falt- bzw. Zeichenkanten entlang schneiden.
  9. Aufgrund der Einteilung in ein Raster werden alle Bilder in kleine Teile geschnitten.
  10. Nun werden die einzelnen Rasterteile auf ein weißes Blatt, z. B. mit einem Pelifix Stick, aufgeklebt. Dieser hat den Vorteil, dass der Klebstoff nicht durchschlägt und das Bild zerstört.
  11. Zum Schluss kann jeder Schüler sein Bild betiteln.

Tipp: Wichtig ist immer eine klare Aufgabenstellung! Suchen Sie sich daher „Ihren“ Verlauf aus und kombinieren Sie die Materialien nach Belieben.

Ablaufübersicht
Außerdem können Sie Ihren Schüler auch eine Ablaufübersicht für anstehende Aufgabe ausdrucken und an die Wand hängen (zur Selbstinformation der Schüler):

Wenn die Schüler das Prinzip des Auseinandernehmens und Zusammensetzens verstanden haben, können Sie mit dem zweiten Schritt, dem Malen der Porträts, beginnen.

Beispiele für die Blattaufteilung
Sollte es Ihren Schülern schwer fallen ein eigenes Raster für ihr Bild zu entwickeln, helfen Sie ihnen mit unseren ausgearbeiteten Beispielrastern. Dabei kann das Blatt z. B. in 9 Kästchen oder 25 Kästchen aufgeteilt werden. Denkbar ist es auch, das Porträt in Kreise oder Dreiecke aufzuteilen. Einige Beispiele haben wir für Sie gesammelt:

Schülerarbeiten als Anschauungsmaterial

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Schülerarbeiten vorstellen, die zusätzlich als Anschauungsmaterial im Unterricht eingesetzt werden können:


Porträt-Bilder



Porträts und neu gestaltete Schülerbilder

Porträts und neu gestaltete Schülerbilder


Neu gestaltete Kinderbilder durch Veränderung des ursprünglichen Rasters

Über Pablo Picasso

  • 1881 Pablo Picasso wird in Malaga als Pablo Ruiz y Picasso geboren.
  • 1896 Mit 15 Jahren besucht Picasso die Kunstschule in Barcelona.
  • 1897 Picasso studiert an der Academia San Fernando in Madrid. Das Werk "Das blaue Zimmer" leitet die blaue Phase Picassos ein, welche bis 1904 andauert. Die Bilder dieser Phase werden überwiegend in Blautönen gemalt.
  • 1904 Picasso zieht nach Paris.
  • 1907 Das Schlüsselwerk des Kubismus entsteht: "Les Demoiselle d'Avignon".
  • 1918 Pablo Picasso heiratet Olga, mit der er ein Kind bekommt.
  • 1927 Marie-Therese Walter wird sein Modell und seine Geliebte.
  • 1935 Geburt seines Kindes mit Marie-Therese. Diese führt zur Trennung von seiner Ehefrau Olga.
  • 1936 Picasso wird Direktor des Prado-Museum in Madrid.
  • > 1943 Picasso lernt Francoise Gilot kennen und hat mir ihr zwei Kinder.
  • 1947 In dieser Zeit beginnt Picasso mit der Anfertigung von Keramiken.
  • 1948 Die französische Regierung verleiht ihm die Medaille "De Reconnaissance Francaise"
  • 1949 Es entsteht die Lithographie "Die Taube". Das Plakat zum Friedenskongress in Paris, mit der Abbildung einer weißen Taube vor blauem Himmel, gilt noch heute weltweit als Friedenssymbol.
  • 1961 Heiratet Picasso Jacqueline Roque.
  • 1963 Eröffnung des "Museo Picasso" in Barcelona. Der Großteil seines Nachlasses geht später an dieses Museum.
  • 1973 Pablo Picasso stirbt am 8. April 1973 in Mougins bei Cannes und wird im Garten seines Schlosses beigesetzt.

Weitere Fotos der Arbeiten von Picasso finden Sie z. B. bei Google: http://images.google.de/images?q=Picasso&hl=de.