Piet Mondrian
"Composition with Red, Yellow and Blue"

Im Mittelpunkt steht eine Arbeit des Künstlers Piet Mondrian. Wir sprechen bewusst nicht von "Puzzle", da man sonst eher von einem festgelegten Bildinhalt ausgehen würde.

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Weiterführendes Material zu diesem Artikel.

K12 - Das Original: Piet Mondrian - "Composition with Red, Yellow and Blue"

Das neue Materialpaket "Piet Mondrian: Composition with Red, Yellow and Blue" für den Kunstunterricht

Künstlerisches Malen mit dem Deckfarbkasten K12

Mit dieser Ausgabe von Pelikan K12 - Das Original präsentieren wir Ihnen einen exklusiven Unterrichtsvorschlag für die Arbeit mit dem Pelikan Deckfarbkasten. Im Mittelpunkt steht dabei eine Arbeit des Künstlers Piet Mondrian.

 

Eine Abbildung des Originals finden sie unter: http://www.ibiblio.org/wm/paint/auth/mondrian/

Benötigte Materialien:
Deckfarbkasten K12, Zeichenblock und Pinsel von Pelikan.

 

Ablauf der Unterrichtseinheit "Piet Mondrian: Composition with Red, Yellow and Blue"

Um den Schülern den Einstieg in diese Unterrichtseinheit zu erleichtern, beginnt der Lehrer mit farbigen Schablonen. Die bunten Teile helfen, die bevorstehende Aufgabe besser zu visualisieren. Wir sprechen bewusst nicht von "Puzzle", da man sonst eher von einem festgelegten Bildinhalt ausgehen würde.

Nach diesem Einstieg ist es möglich, den Schülerinnen und Schülern eine freie Gestaltungsweise anbieten zu können. Diese führt meistens zu den schönsten Ergebnissen. Hilfestellungen können und sollen aber bei Bedarf immer gegeben werden. Im weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit können so die Schablonenteile zur Differenzierung eingesetzt werden.

  1. Laden Sie das Materialpaket "Mondrian: Composition with Red, Yellow and Blue" aus dem Internet herunter.
  1. Drucken Sie die einzelnen Teile auf festerem Papier oder Karton aus.
  2. Präsentieren Sie Ihren Schülern die Schablonen mittels eines nonverbalen Impulses, indem Sie die Teile in die Mitte eines Sitzkreises legen.
Schablonen aus der Downloadvorlage der Unterrichtseinheit "Mondrian"
  1. Lassen Sie einzelne Schüler Figuren mit den Schablonenteilen legen.
  2. Sprechen Sie mit Ihren Schülern über die entstandenen "Bilder". Folgende Überlegungen könnten für die weitere Arbeit hilfreich sein:
  1. Was ist erkennbar?
  2. Wie unterscheiden sich die Sichtweisen (ausgehend vom Sitzkreis)?
  3. In welcher Beziehung stehen die Farben?
  4. In welcher Beziehung stehen die Formen?
  5. Wie harmonieren die Farben?
  6. Welche Wirkung haben die Farben auf den Betrachter?
  7. Wie könnte der jeweilige Titel lauten?
  8. Diskutieren Sie mit den Schülern verschiedene Titel.
  1. Lassen Sie die Schüler im Anschluss an das Unterrichtsgespräch ein eigenes Bild mit den vorgegebenen Formen malen.
    Wichtig: Alle farbigen Formen sollen einmal benutzt werden, die schwarzen Striche können öfter auf dem Blatt erscheinen.
  2. Nach dem Trocknen kann jeder Schüler sein Bild betiteln.
  3. Zum Schluss stellen die Schüler ihre Bilder in der Gruppe vor. Die Kinder können außerdem eine Geschichte dazu, zum Entstehungsprozess oder zum Weitererzählen schreiben.

Tipp: Wichtig ist immer eine klare Aufgabenstellung! Suchen Sie sich daher "Ihren" Verlauf aus und kombinieren Sie die Materialien nach Belieben.

Differenzierungsmöglichkeiten

Schablonenteile für die Schüler

Können Ihre Schüler in der Kreisphase am Anfang nur eine unzureichende Assoziationskette aufbauen, so geben Sie ihnen die Schablonen in die Hand. Dafür drucken Sie einfach die Downloadvorlagen so oft wie nötig aus.
Bevor nun die Bilder gemalt werden, dürfen diese Schüler ihr Bild am Platz legen. Danach können die Kinder die entstandenen Schablonenbilder in Ruhe abmalen.

Malschablonen ausdrucken

Sollten Ihre Schüler Schwierigkeiten haben, die schwarzen Striche zu malen oder die farbigen Flächen zu gestalten, können Sie unsere Malschablonen einsetzen.

So geht es:
Farbige Vorlagen (nur für Farbdrucker): Drucken Sie die Malschablonen in der benötigten Anzahl auf weißem Karton aus und schneiden Sie die farbigen Flächen aus!
oder
Schwarz-weiße Vorlagen (für s/w Drucker): Drucken Sie die Malschablonen auf farbigem Karton aus und schneiden Sie die markierten Flächen aus!

 
LehrerInfo bietet Ihnen beides: Die Schablonen als Download zum Ausdruck entweder auf weißem oder farbigem Karton.
 

Arbeiten mit den Malschablonen

So arbeiten Sie mit den Schablonen aus der Downloadvorlage.

Ein sauberes Malergebnis erzielen Ihre Schüler mit unseren Malschablonen. Nach dem Ausschneiden lässt sich diese Hilfe sofort im Unterricht einsetzen.

 

Für eine grobe Grundstruktur des Bildes benutzen Ihre Schüler zunächst die schwarze Schablone. Dazu legen sie diese auf das Zeichenblockpapier und malen die entsprechende Fläche mit Deckfarben aus. Nach dem Trocknen können nun, in beliebiger Reihenfolge, die farbigen Flächen hinzugefügt werden. Die Schablonenfarbe zeigt die benötigte Farbe an.

Mischmulde in der Farbtablette

Grundsätzlich gilt: Die Farbe wird mit wenig Wasser angemischt. Der Pelikan Deckfarbkasten K/12 bietet hierfür einzigartige Farbtabletten an. Dafür werden ein paar Tropfen Wasser in die Mulde gegeben. Die Farbe wird angelöst und kann so ganz einfach aufgetragen werden.

 

Schülerarbeiten als Beispielmaterial

Trotz derselben Voraussetzungen sehen die Bilder von Schülern oft sehr unterschiedlich aus. Bemerkenswert sind auch die Bildbezeichnungen, wie z.B. Windmühle. Ein erwachsener Betrachter muss schon sehr genau hinschauen...

Bildstörung, Katze
Ohne Titel, Laser
Raumschiff, Hund
Windmühle, Fahne
Sessel, Schaf

Über Piet Mondrian

  • 1872: Am 7. März 1872 wird Piet Mondrian im holländischen Amersfoort geboren. Von seinem Vater und seinem Onkel erhält er Zeichenunterricht.
  • 1886-97: In den Jahren von 1886-1892 lässt sich Mondrian als Zeichenlehrer ausbilden und studiert bis 1897 Malerei an der Rijksacademie in Amsterdam.
  • 1911: Mondrian ist an der 1. Ausstellung der Künstlervereinigung "Moderne Kunstkring" beteiligt. Neben Werken von Picasso und Braque werden dort auch Mondrians Gemälde im Stil der Zeit vorgestellt. Noch im selben Jahr zieht Mondrian nach Paris.
  • 1916: Zusammen mit Theo van Doesburg gibt Mondrian in Holland die Zeitschrift "De Stijl" heraus und gründet ein Jahr später mit ihm zusammen die gleichnamige Künstlergruppe. Mondrians erste abstrakte Bilder mit den Farben Schwarz, Weiß, Rot, Gelb und Blau entstehen.
  • 1919: Zurück in Paris entwickelt Mondrian seinen Stil, bei dem Primärfarben und ein strenges rechtwinkliges Gerüst die Grundlage bilden. Dieser radikale Einschnitt löst heftige Diskussionen in der "De Stijl"-Gruppe aus. Die Mitglieder bezweifeln, dass Mondrian seine Auffassung in die allgemeine Arbeitsweise einbinden kann.
  • 1924: Mondrian veröffentlicht seine letzten Kunsttheorien in "De Stijl" und trennt sich ein Jahr später ganz von der Gruppe.
  • 1931: Piet Mondrian wird Mitglied der Gruppe "Abstraction-Création".
  • bis 1938: In den Jahren bis 1938 wird die Kunst Mondrians von den Nazis als entartet eingestuft und seine Bilder werden aus den Museen entfernt. Später werden viele seiner Werke von den Nationalsozialisten ins Ausland verkauft.
  • 1938: Schließlich flieht Mondrian nach London und wiederum zwei Jahre später nach New York.
  • 1940: Nicht nur durch die amerikanische Malerei beeinflusst, malt Mondrian inzwischen farbige Flechtwerke, die seine abstrakte Strenge mehr und mehr verdrängen. Die Entwicklung Modrians mündet gar in der Auflösung der bisherigen Linienstrukturen. In seinem letzten Bild "Victory Boogie-Woogie" lösen Punkte die Linien ab und durchkreuzen das Bild sowohl vertikal als auch horizontal. Bei diesem bunten Lichtermeer assoziiert der Betrachter, womöglich nicht zu unrecht, eine Luftaufnahme von New York.
  • 1944: Am 1. Februar 1944 stirbt Piet Mondrian in New York.
 

Wenn Sie noch mehr über Piet Mondrian erfahren möchten:
http://de.wikipedia.org/wiki/Piet_Mondrian