Wappenpfähle

Fächerübergreifende Themen, wie beispielsweise Indianer, lassen sich auch im Kunstunterricht sehr gut umsetzen. Sie regen die Fantasie an und reizen zur Auseinandersetzung mit der eigenen Kreativität. Besonders gut dafür sind Wappenpfähle aus Pappmaché geeignet, die fälschlicherweise oft auch als „Totempfähle“ bezeichnet werden.

Wappenpfähle beim fächerübergreifenden Thema Indianer

Fächerübergreifende Themen, wie beispielsweise Indianer, lassen sich auch im Kunstunterricht sehr gut umsetzen. Sie regen die Fantasie an und reizen zur Auseinandersetzung mit der eigenen Kreativität. Besonders gut dafür sind Wappenpfähle aus Pappmaché geeignet, die fälschlicherweise oft auch als "Totempfähle" bezeichnet werden.

Das wird benötigt:

Deckfarbkasten K12, Pinsel Gr. 4 + 12, Pelikan PLAKA Lack auf Wasserbasis, Papprollen in allen Variationen, Tapetenkleister, Zeitungspapier und eine stabile Pappunterlage (beispielsweise das Reststück eines Malblocks).

 

So einfach geht es:

  1. Zunächst wird der Tapetenkleister laut Gebrauchsanweisung hergestellt. Dabei ist eine Packung für eine Klasse mehr als ausreichend. Jeder Schüler braucht erfahrungsgemäß nur eine kleine Schüssel voll. Außerdem sollten die Zeitungen in kleine Stücke gerissen werden, damit das Aufkleben reibungsloser klappt.

    Die Tische sollten durch eine Abdeckung vor dem Kleister geschützt werden. Kleberückstände lassen sich aber leicht mit Wasser entfernen!

  2. Anschließend werden die Papprollen in Form der Wappenpfähle gelegt und mit wenigen Zeitungsschnipseln und etwas Kleister zusammen geheftet. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, da jeder seinen persönlichen Pfahl herstellt.
  3. Nachdem der Kleister getrocknet ist, wird die gesamte Grundform aus Papprollen nun mit einer geschlossenen Schicht Pappmaché überzogen. Außerdem wird der Pfahl noch mit Zeitung und Kleister auf der Pappunterlage befestigt.
  4. Jetzt wird gestaltet! Die Deckfarben kommen später besser zur Geltung, wenn die getrocknete Grundform zuerst mit Weiß (Deckweiß) grundiert wird. Anschließend muss alles gut trocknen.

Mit vereinten Kräften werden die Papprollen zuerst zusammengeheftet und nach dem Trocknen durch den Überzug mit Pappmaché zu Wappenpfählen weiterverarbeitet.
  1. Mit den brillanten Deckfarben wird nun der Wappenpfahl nach eigenen Vorstellungen gestaltet. Denkbar dafür sind Gesichter, „geheimnisvolle Zeichen“, die nur von den Schülern entschlüsselt werden oder auch markante Farbeffekte, wie beispielsweise helle und dunkle Farben.

    Darüber hinaus wird auch die Umgebung (Pappunterlage) des Wappenpfahls gestaltet. Dort kann eine Wiese entstehen, kleine Hügel oder sogar Berge, Pfützen und Täler. Zusätzlich kann die Fläche mit weiteren Materialien beklebt werden. Dafür bieten sich kleine Steine, Stöcker oder Federn an. Da es sich um einen persönlichen Wappenpfahl handelt, können dort auch kleine Erinnerungen aus der Kindheit aufgeklebt werden.

  2. Zum Schutz der Deckfarben erhält der Wappenpfahl einen Anstrich PLAKA Lack auf Wasserbasis. Der Lack schützt nicht nur, sondern bringt die leuchtenden Deckfarben besonders zur Geltung.
Die leuchtenden Deckfarben verleihen den Wappenpfählen ihren typischen Ausdruck. Mithilfe der kleinen Pinsel kommen auch besondere Details gut zur Geltung.

Weitere Gestaltungsmöglichkeiten von Wappenpfählen:

 

Informationen zu Wappenpfählen

Wappenpfähle waren bei den amerikanischen Indianern der Nordwestküste sehr verbreitet und werden oft mit Totempfählen verwechselt. In diese Pfähle wurde aber das individuelle Familienwappen der Mitglieder eingeschnitzt, manchmal wurden sie aber auch als Denkmal an einen Toten errichtet.

Die Wappenpfähle wurden aus dem Holz der Riesenlebensbäume gefertigt und erreichten eine Höhe von bis zu 20 Metern. Dieses Holz war vor allem im Nordwesten der USA und Kanada sehr verbreitet.

Die Familienwappen wurden aber nicht nur auf den Pfählen abgebildet, sondern fanden sich auch auf Geschirr, Waffen, Kisten, Decken, Hauswänden und vielen anderen Alltagsgegenständen.

Oft waren die Wappenpfähle mit leuchten Farben bemalt. Dabei wurden auch wichtige Geschichten oder Ereignisse berühmter Familien oder Stammesmythen festgehalten. Die Deutung der Wappenpfähle scheint sehr schwierig, da die Mythen und Geschichten der einzelnen Stämme oft unbekannt sind und die Abbildungen stark abstrahiert wurden.

(Quelle: Wikipedia.de/Wappenpfahl)