Antik-Effekt
mit PLAKA

Basteln: Antik-Effekt mit PLAKA Lack und weißer PLAKA

Antik-Effekt

Der Antik-Effekt lässt sich erreichen, indem weiße PLAKA Farbe auf einen Untergrund aufgetragen wird, der zuvor mit PLAKA-Lack bemalt wurde. Allerdings muss die weiße PLAKA Farbe satt aufgetragen werden, denn nur dann entstehen diese wunderschönen Antikeffekte. Grundsätzlich sollte PLAKA und PLAKA-Lack nie gemischt werden, da sonst Risse der bemalten Oberfläche auftreten können. Hier jedoch nutzen wir die Risse als dekoratives Element, den "Antik-Effekt".

     

Auf braunem PLAKA-Lack wurde weiße PLAKA Farbe dick aufgetragen. Die Risse entwickelten sich von selbst. Auf den gerissenen Untergrund wurde dann ein goldener Apfel mit PLAKA Gold aufgestempelt. Hierzu wurde die Technik des Kartoffeldrucks angewendet.

Man kann auch vor jedem neuen Stempeln eine andere Farbe auftragen, die sich mit den Resten der vorherigen mischt. Das sieht etwas malerischer, lebendiger aus. Die Entstehung des grünen Ginkoblattes erfahren Sie weiter unten.

Wenn mehrere Äpfel nebeneinander gestempelt werden, entstehen auf einfache Weise schöne Muster, die sich zur Verzierung von Einladungskarten o.ä. nutzen lassen.

So einfach wie die Äpfel, entstand auch der goldene Engel. Die Stempelplatte haben wir hier aus Moosgummi ausgeschnitten und mit goldener PLAKA Farbe bemalt. Zur besseren Handhabung können die Stempelmotive auf ein Bauklötzchen geklebt werden. Dieser Stempel lässt sich später immer wieder verwenden.

So entsteht der Antik-Effekt:

  1. PLAKA- Lack in gewünschter Farbe auftragen. (Bei saugenden Untergründen wie Holz oder Pappe besser 2x)
  2. Farbe trocknen lassen.
  3. Mit weißer PLAKA Farbe satt, nicht wässrig, übermalen. Das geht am besten mit einem dicken Pelikan Haarpinsel (Gr. 12).
  4. Trocknen lassen.
  5. Der Antik-Effekt entsteht während der Trocknungsphase. Nach vollständigem Durchtrocknen kann man nach Belieben die Oberfläche mit einem weichen Lappen seidenmatt polieren und anschließend mit Servietten-Motiven oder eigener Malerei dekorieren.

 

Verwendbar auf Untergründen, wie z.B.:
Glas, Holz, Pappe, Folie, Acryl, Metall und Fliesen.

 

Antik-Effekt und Serviettentechnik

In Kombination mit der Serviettentechnik ergeben sich bei der Arbeit mit dem Antik-Effekt weitere interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Bei diesem japanisch anmutenden Bild entstand der Hintergrund in der oben beschriebenen Technik. Für die ersten beiden Anstriche auf braunem Tonkarton wurde allerdings Pelikan Klarlack auf Wasserbasis verwendet. Nach dem Trocknen ist die Fläche mit weißer PLAKA Farbe übermalt worden. Zum Schluss wurden die Figuren mit Hilfe der Serviettentechnik aufgeklebt.

Grundlage für dieses schöne Rosenbild ist ebenfalls der Antik-Effekt. Die Blume wurde mittels Serviettentechnik aufgetragen.

 

Zum Schluss möchten wir Ihnen den Antik-Effekt an einem weiteren Beispiel demonstrieren. Diese gestaltete Pappmachédose wurde mit grünem PLAKA-Lack grundiert. Die Form eines Ginkoblattes wurde aus selbstklebender Folie ausgeschnitten und auf den Deckel geklebt. Mit weißer PLAKA Farbe wurde der Deckel vorsichtig, aber sehr dick bestrichen.

Nach dem Trocknen wurde das Ginkoblatt entfernt. Der erste Anstrich mit dem grünen PLAKA- Lack bildet so eine sehr interessante Farb-Negativ-Wirkung.

Den Antik-Effekt kann man auch hinter Glas oder durchsichtigem Acryl (Kugel etc.) erreichen. Dann verfährt man umgekehrt:

 

  1. Man streicht das Glas oder Acryl auf der Innenseite mit Pelikan Klarlack auf Wasserbasis ein.
  2. Trocknen lassen.
  3. Mit weißer PLAKA Farbe satt übermalen.
  4. Trocknen lassen – der Antik Effekt entsteht.
  5. Nun mit einer gewünschten PLAKA Farbe die ganze Fläche übermalen. Besonders edel wirkt eine Hintermalung mit Gold oder Silber.

 

Zusätzlich ist es auch möglich, das Objekt z.B. mit Serviettenmotiven zu verzieren. Die Serviettentechnik wird in Schritt 1 eingearbeitet.