Franz Marc
"Die gelbe Kuh"

Die Sicht der Tiere zu malen befand Franz Marc für sich als Aufgabe. Da sie mit der Natur im Einklang leben, verkörperten sie für ihn die Idee der Schöpfung.

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K12 - Das Original: Franz Marc - "Die gelbe Kuh"


Original Schülerbild

Künstlerisches Malen mit dem Pelikan Deckfarbkasten K12

Mit dieser Ausgabe von Pelikan K12 - Das Original präsentieren wir Ihnen einen exklusiven Unterrichtsvorschlag für die Arbeit mit dem Pelikan Deckfarbkasten. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit des Künstlers Franz Marc.


Die gelbe Kuh

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Ablauf der Unterrichtseinheit "Franz Marc: Die gelbe Kuh"

Eine realistische Abbildung der Dinge war nicht das Ziel. Die Sicht der Tiere zu malen befand Franz Marc für sich als Aufgabe. Da sie mit der Natur im Einklang leben, verkörperten sie für ihn die Idee der Schöpfung. Fast alle seine Bilder zeigen Tiere, die in einer paradiesischen Welt leben. Für Marc waren Tiere ursprünglich und standen deshalb für ihn als Sinnbild der Reinheit. Auch die Farbwahl war für Franz Marc sehr wichtig. Für ihn war es nicht nur Ausdruck einer technischen, eher expressiven Malweise, schließlich zerlegte er die Umgebung der Tiere und stellte sie oft in kubistischer Weise dar. Vielmehr verleite er den Farben eine symbolische Ausdruckskraft, indem er Gelb dem Weiblichen, Blau dem Männlichen und Rot der Materie zuordnete.

So einfach geht es:

 

  1. Laden Sie das Materialpaket "Franz Marc: Die gelbe Kuh" aus dem Internet herunter.
  2. Drucken Sie die Downloadvorlage "Kuh" aus:


    Die Downloadvorlage "Kuh" kann zum Unterrichtseinstieg genutzt werden.

  3. Für den weiteren Gesprächsverlauf die Downloadvorlage Kuh hilfreich sein. Regen Sie die Schüler dazu an, Überlegungen für die Umgebung der Kuh anzustellen. Folgende Fragen können dafür hilfreich sein:
    Fragen Kuh-Vorlage:
    • Wie fühlt sich diese Kuh? (Ausdruck der Körperhaltung, wie z. B. Freude, Angst, Übermut)
    • Welches Ereignis lässt die Kuh eine solche Körperhaltung einnehmen?
    • Wo könnte diese Kuh leben?
    • Wie würde eine Welt aus der Sicht dieser Kuh aussehen?
    Möglicherweise brauchen die Schüler keine Kuh-Vorlage für das Gespräch. Dann bieten sich diese Fragen an:
    Fragen Kuh-Vorlage:
    • Wie stellt ihr euch eine Kuh vor, was sind die besonderen Merkmale?
    • Welche Farbe kann eine Kuh haben? Gibt es noch andere Möglichkeiten?
    • Mit welcher Körperhaltung lassen sich folgende Gefühle ausdrücken: Freude, Traurigkeit, Übermut...
    • Wo lebt deine Kuh, in welcher Umgebung lebt sie?
    • Wie würde eine Welt aus der Sicht einer Kuh aussehen?
    • Wo leben "gelbe" Kühe? (Gibt es diese überhaupt?)
    • Wie würde die Umgebung einer gelben Kuh aussehen?
  4. Haben die Schüler einige Ideen für die Umgebung einer eigenen Kuh gesammelt, kann die weitere Vorgehensweise besprochen werden:
    1. Zunächst wird der Hintergrund gemalt. Kräftige Farben, mit einem breiten Pinsel aufgetragen, sorgen für ein ausdrucksstarkes Ergebnis. Mit einem dünnen Pinsel und schwarzer Farbe können später Konturen eingefügt werden.
    2. Die Konturen einer eigenen Kuh werden auf einem anderen Blatt aufgezeichnet. Dabei soll jeder entscheiden, welche Körperhaltung (Ausdruck von Gefühlen) seine Kuh haben soll.
    3. Die Kuh wird gelb bemalt, ausgeschnitten und zum Schluss auf den Hintergrund geklebt.
    Tipp: Wichtig ist immer eine klare Aufgabenstellung! Suchen Sie sich daher "Ihren" Verlauf aus und kombinieren Sie die Materialien nach Belieben.
  5. Die Schüler bearbeiten ihre Bilder.
  6. Eine Besprechung der Hintergrundgestaltung mit ihren unterschiedlichen Wirkungsweisen und ihren Vor- und Nachteilen vertieft diese Unterrichtseinheit. Hilfreich sind vielleicht diese beiden Bilder, da hier die farbigen Hintergründe, ungeachtet derselben gelben Kuh, eine völlig andere Wirkung erzielen.


    Die farbigen Quadrate erzielen eine ruhigere Wirkung im Gegensatz zu den bunten Kreisen auf der rechten Seite. (Die beiden Bilder sind in der Downloadvorlage enthalten und können auf Folie ausgedruckt werden.)

  7. Im Verlauf des Gesprächs können Schwierigkeiten beim Zeichnen der Kühe und Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Schwierig ist vermutlich die Körperhaltung. Die Schüler können pantomimisch verschiedene Körperhaltungen darstellen.

Differenzierungsmöglichkeiten

Die in Punkt 3+4 benötigte Vorlage "Kuh" soll von den Schülern selbst gestaltet werden. Bei Schwierigkeiten mit dieser Aufgabe können Sie den Kindern die Vorlage "Kuh" ausgeben.


Die Downloadvorlage "Kuh" dient auch als Differenzierungsmaterial.

Andersfarbige Kühe können den Bildeindruck entscheidend verändern. So ist es denkbar, die Kühe nicht gelb sondern in anderen Farben zu bemalen. Die bunten Kühe stehen in der Downloadvorlage zur Verfügung und können zur Demonstration z. B. auf Folie ausgedruckt werden:


Bunte Kühe können den Bildeindruck verändern. Die rote Kuh wirkt z. B. aufgeregt, die blaue Kuh könnte, im Sinne von Marc männlich, einen Stier darstellen.

Die in Punkt 6 vorgestellten unterschiedlichen Farbwirkungen werden durch Kreise und Quadrate erzeugt. Die Malvorlagen bieten wir Ihnen jeweils mit oder ohne integrierte Kuh an, wobei auf die letztgenannte die Kuh später einfach aufgeklebt werden kann.


Die Hintergrund-Ausmalvorlagen mit Quadraten und Kreisen und integrierter Kuh.

Die Hintergrund-Ausmalvorlagen mit Quadraten und Kreisen ohne Kuh.

Eine Alternative zu Bildern mit einer großen Kuh stellt die Variante mit mehreren kleinen Kühen dar. Mit ihnen ist es dann möglich, verschiedenfarbige Kühe in ein Bild zu integrieren. Auch dafür steht Ihnen eine Vorlage im Downloadpaket zur Verfügung.


Viele kleine Kühe lassen sich auch in ein Bild integrieren wenn man sich nicht für eine Farbe entscheiden kann.

Schülerarbeiten als Anschauungsmaterial



Trotz derselben Voraussetzungen sehen die Bilder von Schülern oft sehr unterschiedlich aus. Bemerkenswert ist vor allem die teilweise sehr differenzierte Farbwahl, die den Bildern eine starke Ausdruckskraft verleiht.

Diese beispielhaften Schülerarbeiten können wiederum als Anschauungsmaterial im Unterricht eingesetzt werden.

Über Franz Marc

  • 1880 Am 8. Februar 1880 wird Franz Marc als Kind des Malers Wilhelm Marc und seiner Frau Sophie (geb. Maurice) in München geboren.
  • 1894 Während des Konfirmandenunterrichts entwickelt sich bei Marc der Wunsch, Pfarrer zu werden.
  • 1898 Seinen eigenen Anspruch an den Beruf des Pfarrers kann Marc nicht erfüllen. Er beschließt, Philologie zu studieren, um Gymnasialprofessor zu werden.
  • 1903 Franz Marc reist 1903 nach Frankreich, wo er die Werke der französischen Impressionisten Gustave Courbet (1819-1877) und Eugène Delacroix (1798-1863) kennen lernt.
  • 1904 Marc bezieht 1904 ein Atelier in Schwabing. Er schließt Freundschaft mit der verheirateten Malerin und Kopistin Annette von Eckardt, deren Ehe die Beziehung zu Marc schwer belastet. Vergeblich versucht Marc, seine künstlerischen Selbstzweifel durch eine Reise nach Griechenland beenden.
  • 1907 1907 reist Marc nach Paris, wo ihn die Werke Vincent van Goghs (1853-1890) und Paul Gauguins (1848-1903) begeistern. Die Farbpalette seiner eigenen Landschaftsmotive wird insgesamt heller. Sein Geld verdient Marc mit Zeichnungen zur Tieranatomie.
  • 1908 1908 malt Marc vor allem Tiere, wobei er nach immer größerer Vereinfachung der Form strebt und die Farbe zunehmend als selbständiges Ausdrucksmittel benutzt.
  • 1909 Thannhauser und Brakl, zwei wichtige Münchener Kunsthändler, kaufen 1909 Arbeiten von Franz Marc. Der Einfluss van Goghs auf seine Malerei verstärkt sich.
  • 1910 1910 schließt Marc Bekanntschaft mit August Macke. Außerdem lernt er Kandinsky, Münter und Jawlensky kennen. Im Februar desselben Jahres zeigt die Galerie Brakl eine Einzelausstellung von Franz Marc.
  • 1911 Die erste Ausstellung der Künstlergruppe "Blaue Reiter", der Marc angehört, wird 1911 in der Galerie Thannhauser in München eröffnet. Es entsteht u.a. "Die gelbe Kuh".
  • 1912 Marc gibt mit Kandinsky zusammen die Zeitschrift "Der Blaue Reiter" heraus. Ausstellung der "Blauen Reiter" in der Berliner Galerie "Der Sturm". Marc übernimmt immer mehr die technischen und stilistischen Eigenschaften des Kubismus. Es entsteht u.a. "Kühe, gelb-rot-grün".
  • 1913 Marc plant, zusammen mit Kandinsky, Klee u.a., eine illustrierte Bibelausgabe herauszugeben.
  • 1914 In Ried bei Benediktbeuren entstehen die letzten großen Gemälde Marcs, wie "Rehe im Wald II". Marc meldet sich als Freiwilliger zu Beginn des Ersten Weltkrieges.
  • 1916 Am 4. März 1916 stirbt Franz Marc durch einen tödlichen Granatdoppelschuss.

Mehr Informationen über Franz Marc:
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/MarcFranz/index.html