Mischen mittels Primärfarbdruck

Bei Primärfarben denkt man vielleicht zunächst an die vielen Mischfarben, die aus ihnen entstehen können.

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Mischen mittels Primärfarbdruck

Primaerfarbdruck 1
Der Schmetterling als Druckvorlage ist sehr einfach, um den Primärfarbdruck mit dem Deckfarbkasten zu erforschen.

Lehrerinformation

Bei Primärfarben denkt man vielleicht zunächst an die vielen Mischfarben, die aus ihnen entstehen können. In dieser Einheit werden wir den technischen Vorgang des Primärfarbdrucks mit Hilfe des Deckfarbkastens durchführen. Dabei geht es aber nicht um das Vermischen der Farben untereinander, sonder übereinander. Hierzu greifen wir auf die Technik der Monotopie zurück, d.h. man legt eine Vorlage, wie z.B. den Schmetterling, auf eine mit Farbe eingestrichene Platte und zieht sie wieder ab.

Informationen zu Primärfarben

Als Grundlage für unsere Betrachtung dient der 12er Farbkreis. In ihm sind alle Farben kreisförmig angeordnet. Natürlich gibt es noch viele weitere Farben, diese einfache Darstellung reicht aber für ein grundlegendes Verständnis völlig aus. In unserem Beispiel markiert das schwarze Dreieck die Primärfarben Gelb, Cyanblau und Magentarot. Aus ihnen lassen sich theoretisch alle weiteren Farben im Farbkreis ermischen. So entsteht aus der Mischung Gelb und Magentarot die Farbe Orangerot, aus Magenta und Cyan entsteht Violett und Cyan und Gelb mischen sich zu Grün.
Primaerfarbdruck 2
12er Farbkreis mit den drei Primärfarben Gelb, Cyanblau und Magentarot
 

Material zur Unterrichtseinheit "Mischeffekte mittels Primärfarbdruck"

Deckfarbkasten/Tempera-Farben:

  • Glasscheibe ca. 10x15 cm (z. B. von einem ausrangierter Bilderrahmen)
  • Deckfarbkasten
  • Haarpinsel, Nr. 12
  • Papier
  • Schere
  • Alte Zeitungen zum Unterlegen

 

Alle Downloadvorlagen auf einen Blick:

  • Druck- und Zeichenvorlagen:
    • Schmetterling
    • Fisch
    • Drachen
    • Libelle

 

Kombinieren Sie unsere Druckvorlagen oder Ideen zur Weiterverwendung und suchen Sie sich "Ihren" Stundenverlauf aus. Lassen Sie von den Schülern auch eigene Druckvorlagen erstellen, diese können Sie später wiederum zur Anschauung verwenden.

Vorbereitung

Für die ersten Versuche werden gleich mehrere Vorlagen zugeschnitten.

Variationen

Die Schüler sollen möglichst viel selbst experimentieren. Dabei lassen sich folgende Punkte gut variieren:

  • Die Konsistenz der aufgetragenen Farben (fest, flüssig, wässerig).
  • Unterschiedlicher Andruck des Papiers auf der Glasfläche.
  • Die Farbfolgen verändern, z.B. zuerst Gelb oder Cyan.
  • Mehrmaliges Abziehen des Papiers mit einzelnen Farben, z.B. Gelb, Magenta, Cyan und dann wieder Gelb.
Der Fisch als Druckvorlage (linke Seite) und als gedruckte Versionen (rechte Seite, von oben n. unten): Gelb + Magentarot + Cyanblau.

So einfach geht es

  • Die Glasfläche mit einer Primärfarbe einstreichen, z.B. Gelb.
  • Den Schmetterling drauflegen und wieder abziehen. Gut trocknen lassen!
  • Mit den beiden anderen Primärfarben wird ebenso verfahren.
  • Zum Schluss noch einmal alles gut trocknen lassen
 

Zwischen den Druckvorgängen

Wichtig ist immer das Trocknen der Farben zwischen den einzelnen Druckvorgängen, da sonst eine „graue Suppe“ entstehen würde. Außerdem sollte das Papier zügig wieder von der Glasplatte abgezogen werden, da sich die bereits getrockneten Farben wieder anlösen.

Wurde mit einer Farbe gedruckt, erst alles gut trocknen lassen, bevor der nächste Druckvorgang durchgeführt wird.

Damit nicht jeder Schüler bei einem Farbwechsel seine Glasplatte sauber machen muss, kann in 3er Gruppen gearbeitet werden: Je ein Schüler hält eine Glasplatte mit einer der 3 Primärfarben bereit.

Tipps für saubere Hände

Tipp zur Monotopie mit fertig ausgeschnittenen Formen.

  • Die ausgeschittene Papierform auf die Farbplatte legen.
  • Über die Papierform ein größeres Stück Papier legen.
  • Andrücken - nicht schieben!
  • Zuerst das größere Papier abziehen, dies hat dann die meiste Farbe abgetragen, anschließend die Vorlage.
Diese beiden Bilder entstanden aus Deckblättern, bei denen einfach zusätzliche weiße Blätter aufgeklebt wurden (links: Ein netter Spruch, rechts: Ausgeschnittene „Blüten“).
 

Ist ein besonders schöner Kunstdruck entstanden, kann er später unter einem Bilderrahmen seinen Platz finden.

Dieser schöne Fisch wurde mit einem gemalten blauen Rahmen ergänzt. Auch die im Primärfarbdruck bedruckten Flügel der Libelle wurden zuerst aufgeklebt und durch einen gemalten Körper mit blauer Deckfarbe ergänzt.

Sind die Druckvorgänge abgeschlossen und ist alles gut durchgetrocknet, kann mit der Weiterverarbeitung begonnen werden. Die Fische wirken prägnanter, wenn ihre Umrisse noch mit einem schwarzen Fineliner akzentuiert werden. Sehr effektvoll ist es, wenn mehrere Tiere hergestellt werden. Dabei wird kein Fisch wie der andere aussehen, da sie alle Unikate sind.

Dank des Primärfarbdrucks ist jeder Fisch ein Unikat.

Einladungskarte

Sind alle Druckvorgänge abgeschlossen, kann z.B. eine Einladungskarte gestaltet werden. Dafür wird eine der Downloadvorlagen einfach auf das gedruckte Papier übertragen, ausgeschnitten und auf die Vorderseite einer Einladungskarte geklebt.

Das bedruckte Papier bietet durch seine bunte Gestaltung vielfältige Möglichkeiten. So sieht der Schmetterling etwas anders aus, wenn er nicht aus der Mitte, sondern aus dem Randbereich ausgeschnitten wird. Alternativ wird gleich die Vorlage „Schmetterling“ bedruckt und anschließend entlang der Linie ausgeschnitten.
 
So können die selbst gestalteten Einladungskarten aussehen. Damit ist es auch ganz einfach, jahreszeitlich gestaltete Karten zu basteln, wie in unserem Beispiel den Drachen oder Schmetterling.
 
Als Downloadvorlage stehen Ihnen vier Motive zur Auswahl: Libelle, Drachen, Schmetterling oder Fisch.