Senet

Das Spiel Senet war im alten Ägypten eines der beliebtesten Brettspiele seiner Zeit. Es spielten nicht nur Kinder und Erwachsene, sondern auch die Pharaonen selber.

Downloads.
Weiterführendes Material zu diesem Artikel.

Senet

Senet 2
 
senet 1
Sogar die Mumien erhielten Senet als Grabbeilage – so beliebt war dieses Spiel im alten Ägypten

Das Spiel Senet senet (ägyptisches Zeichen für Brettspiel, Zeichen enthalten in der Pelikan Schriftart Egypt: Taste „#“) war im alten Ägypten eines der beliebtesten Brettspiele seiner Zeit. Es spielten nicht nur Kinder und Erwachsene, sondern auch die Pharaonen selber. Es war sogar so beliebt, dass es den Toten als Grabbeilage mitgegeben wurde, damit ihnen in der nächsten Welt nicht langweilig werden sollte.

Das wird benötigt:
Spielplan, Bastelvorlagen Stäbchen, Colorella duo, Spielsteine (ca. je 3-7 Steine) in zwei verschiedenen Farben (z.B. Dame-Steine)

Ziel des Spiels ist es, alle eigenen Steine mit einem genauen Wurf aus dem Spielfeld zu bekommen. Dabei können die eigenen Steine erneut eingesetzt und der Gegner rausgeworfen werden. Aber Achtung: Auf einigen Feldern geschehen unheimliche Dinge und manche „Häuser“, so werden die Felder genannt, schützen einen vor dem Rauswurf!

 

So einfach geht es (Spielvorbereitung):

Spielplan

Drucken Sie zunächst unsere Downloadvorlagen aus. Der Spielplan kann nach eigenen Wünschen mit Colorella duo Stiften angemalt und gestaltet werden. Alternativ kann auch der Blanko-Spielplan mit eigenen Hieroglyphen gestaltet werden.

 

senet 4

Stäbchen

Damals wurde nicht gewürfelt, sondern mit Stäbchen gespielt. Drucken Sie dazu die Stäbchen- Downloadvorlage aus und kleben Sie diese auf Pappe auf. Nach dem Trocknen werden die Stäbchen ausgeschnitten und von der einen Seite hell (z.B. Weiß) und von der anderen Seite dunkel (z.B. Schwarz) bemalt. Beim Spielen werden die Stäbchen geschüttelt und dann auf den Tisch geworfen. Die Abbildung zeigt, welche Zahlenwerte gelten:

Achtung: Es gibt keine 4 und keine 6! Werden vier weiße Stäbchen geworfen gilt als Zahlenwert 5, bei vier schwarzen Stäbchen gilt als Wert Null!

 

Spielregeln:

Zum besseren Verständnis der Regeln wurden die einzelnen Felder (Häuser) in den folgenden Darstellungen nummeriert.

Spielsteine

Für Senet nahmen die Ägypter kleine Steine oder Kugeln. Die jeweilige Anzahl der Spielsteine kann variiert werden. Bei bis zu 7 Steinen pro Spieler dauert Senet entsprechend länger – in unserem Fall hat jeder Spieler 3 Steine (Sterne), die abwechselnd zum Spielbeginn aufgebaut werden:

Senet 5

Spielverlauf

Beim Spiel werden die Steine in einer Schlangenlinie gezogen. Es gibt nur die Richtung vorwärts, zurückgehen darf man nicht. Die Pfeile zeigen die Spielrichtung an:

senet 6
 

Grundregeln:

senet 7
  • Wer setzen kann, muss setzen.
  • Besetzt eine eigene Figur ein Feld, wird nicht gesetzt.
  • Ist ein Feld mit einer gegnerischen Figur besetzt, fliegt diese aus dem Spiel und muss von vorne anfangen. Dazu werden die Stäbchen geworfen und die Figur kann auf eines der grünen Felder am Anfang gesetzt werden (Das vierte Feld kann nicht erreicht werden, da es diese Zahl bei Senet nicht gibt).
 
  • Steht man mit seiner Figur auf der 26, 28, 29 oder 30 kann man nur ins Ziel kommen, wenn man genau den fehlenden Zahlenwert würfelt, beispielsweise auf der 26 ein 5, auf der 28 eine 3 usw. Auf den gelben Feldern darf man nicht rausgeschmissen werden!
  • Haus 27 ist eine Wasserfalle. Wer in sie tritt, muss zurück auf Haus 15, dem Feld der Auferstehung. Steht hier allerdings schon eine Figur, werden beide aus dem Spiel genommen und müssen neu beginnen.
  • Sonderregel 1: Blockade - Stehen zwei Spieler derselben Farbe nebeneinander, dürfen sie nicht rausgeworfen werden.
  • Sonderregel 2: Geben Sie allen Felder Namen, das taten die Ägypter auch! Haus 26 heißt beispielsweise das Haus der Glückseligkeit. Kommt eine Figur auf dieses Feld, darf noch einmal gewürfelt werden.

Gewonnen hat, wer als erster alle seine Figuren vom Spielfeld gewürfelt hat. Das Spiel Senet bietet aber auch viele Freiheiten. So kann man sich noch weitere Regeln oder Hieroglyphen für sein Spiel ausdenken, denn auch die überlieferten Regeln sind nicht immer einheitlich.

Quelle: www.blinde-kuh.de